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Preisverleihung

Besondere Wertschätzung für leidenschaftliche Forschung: FABU ehrt akademischen Nachwuchs

15.01.2026|12:00 Uhr

In feierlichem Rahmen zeichnete der Verein der Freunde und Alumni der Bergischen Universität (FABU) am Dienstagabend sieben Absolvent*innen für ihre herausragenden Abschluss- und Doktorarbeiten aus. Die Preise sind mit Prämien im Gesamtwert von 25.500 Euro verbunden – eine neue Höchstsumme.

Bereits zum 45. Mal vergaben die Freunde und Alumni der Bergischen Universität, kurz FABU, ihre Nachwuchspreise. Zu Gast bei APTIV feierten sie die Preisträger*innen gebührend. // Fotos Friederike von Heyden

Zu Gast beim Wuppertaler Technologieunternehmen APTIV galt ein großer Dank den Stifter*innen der Preise: Die Stadtsparkasse Wuppertal stiftete vier Nachwuchspreise im Wert von erstmals 8.000 Euro, die Thomas und Gabriele Meyer-Stiftung stiftete die Promotionspreise und erhöhte die Summe der Preisgelder im Vergleich zu den Vorjahren um 12.500 Euro auf insgesamt 17.500 Euro. Eine große Wertschätzung für die Absolvierenden – da waren sich die launig durch den Abend führenden FABU-Vorsitzenden Felicia Ullrich und Dr. Jens Schmidt mit allen Redner*innen des Abends einig.

Podcast mit den Preisträger*innen

Schon gehört? Spannende und tiefere Einblicke in ihre Forschungsthemen geben die Preisträger*innen der Nachwuchs- und Promotionspreise im BUW-Podcast „Ausgezeichnet“. Zu Gast bei Moderatorin Anne MacDonald berichten sie nicht nur über die Ergebnisse, sondern erzählen, was sie an ihren Themen fasziniert, wie sich ihr Forschungsthema im Unialltag entwickelt hat und welchen Beitrag sie damit zu aktuellen Herausforderungen unserer Zeit leisten. Und ganz nebenbei verraten sie auch immer ein bisschen über sich selbst.

Reinhören lohnt sich: Die Folgen (gestartet Dienstag, 14. Januar, alle weiteren Folgen im wöchentlichen Erscheinungsrhythmus) sind zu finden auf den Plattformen Spotify, Apple Podcasts und Amazon Music. (Die Links führen direkt zu den Streamingdiensten.)

Gemeinsam Zukunft gestalten

Ganz viel Leidenschaft, aber auch Schweiß und Tränen – das sind einige der Zutaten, aus denen die Erfolge der ausgezeichneten Absolvierenden gemacht sind. Das ging auch aus den Kurzvorträgen über ihre Forschungsthemen hervor, die die Preisträger*innen am Dienstagabend vor rund 150 Gästen in den ausgebuchten APTIV-Räumlichkeiten präsentierten.

Auch Mut hätten die Preistragenden bewiesen, indem sie sich unter anderem komplexen Fragestellungen widmeten, nannte APTIV-Geschäftsführer Matthias Laumann eine weitere Zutat. „Den brauchen wir alle, um gemeinsam die Zukunft zu gestalten“, fuhr er fort. Die Nähe zwischen Wirtschaft und Wissenschaft sei dabei von hoher Bedeutung. Sein Unternehmen ist dafür ein gutes Beispiel: Auf das, was APTIV entwickle und produziere, zahle auch die Kooperation mit der Bergischen Universität ein. Gemeinsame Forschungsprojekte oder die Nachwuchsförderung im Rahmen des Deutschlandstipendiums sind dafür nur zwei Beispiele.

Ein Aushängeschild

Von Bachelor- bis Promotionsarbeit, von Marketing über Teilchenphysik bis hin zur Adelsfamilie von Berg – in ihrem Grußwort verwies Wuppertals Oberbürgermeisterin Miriam Scherff auf die beeindruckende Vielfalt der ausgezeichneten Themen: „Es sind ganz verschiedene Arbeiten, die zeigen, wie breit die Uni aufgestellt ist. So steht diese Preisverleihung nicht nur für individuelle Auszeichnungen, sie ist auch ein Aushängeschild für die gesamte Universität.“ Es sei eine gute Nachricht für die Wirtschaft, dass vor Ort so großartiger Nachwuchs präsent sei, der mit Know-how und Engagement die Fragen der Zukunft angehe, sagte Scherff.

Uni-Rektorin Prof. Dr. Birgitta Wolff pflichtete ihr bei: „Dieser Abend gibt einen Einblick in spannende Fragestellungen und zeigt Erkenntnisse, die teilweise auch zu konkreten Innovationen in Wirtschaft und Gesellschaft führen können.“ Sie hoffe, die Preisgelder seien eine Hilfe bei den nächsten Schritten. Mit Blick auf die Werdegänge der ausgezeichneten Doktorand*innen betonte sie: „Wissenschaft kann auch süchtig machen!“

Nachwuchspreise

Die vier Nachwuchspreise für herausragende Bachelor- und Masterarbeiten überreichte am Abend Axel Jütz, Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse. Mit dem mit 3.000 Euro dotierten ersten Preis wurde Till Jakob Wieland (Wirtschaftsingenieurwesen Energiemanagement) geehrt. Der zweite Preis – prämiert mit 2.000 Euro – ging an Anne-Marie Thomas (Wirtschaftswissenschaft). Die zwei dritten Preise – verbunden mit je 1.500 Euro – gingen an Florian Volkhausen (Politikwissenschaft) und Emma Etscheid (Marketing).

Promotionspreise

Der erste Preis – mit 10.000 Euro dotiert – ging an Dr. Vera Dinslage (Mittelalterliche Geschichte). Über den zweiten Platz – verbunden mit 5.000 Euro – freute sich Dr. Johanna Kraus (Physik). Der dritte Preis und ein Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro gingen an Dr. Maximilian Buchmüller (Elektrotechnik). Überreicht wurden die Preise von Stifter Thomas Meyer.

DAAD-Preis

Den Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender an der Bergischen Universität überreichte Prof. Dr.-Ing. Peter Gust, Prorektor für Third Mission und Internationales, an Camille Piaumier. Die Französin studiert seit November 2020 in Wuppertal und überzeugt sowohl durch sehr gute Studienleistungen als auch durch ihre aktive Beteiligung an vielfältigen universitären und gesellschaftlichen Initiativen.

Stella-Baum-Preis

Im Rahmen der offiziellen Preisverleihung überreichte Prof. Katja Pfeiffer, Prodekanin der Fakultät für Design und Kunst, außerdem den Stella-Baum-Kunstpreis an Svenja Biedenbach. Die Studentin überzeugte die Jury mit ihrer Arbeit „(with)holding space“. In ihr rückt sie das Thema Klimagerechtigkeit in den Fokus und, so beschreibt sie, widme sie sich der Verknüpfung von Macht- und Raumfragen mit der gezielten Erzeugung von Angst als Herrschaftsinstrument. Dabei entstanden sind Fotografien, die sie im vergangenen Jahr auch im Rahmen der Ausstellung „Do Worry Be Happy“ in der Kunsthalle Barmen ausstellte. Der Preis ermöglicht Kunststudierenden, ihre Werke einem breiteren Publikum zu präsentieren und wird vom Rektorat der Universität mit Unterstützung der FABU vergeben.

Impressionen vom Abend