Kachelcross
Uni-Wettbewerb mit Kugelbahnen: Zwischen funktionaler Stabilität und gestalterischer Qualität
Grafik uwid
Den Studierenden im dritten Fachsemester des Studiengangs Industrial Design wird traditionell vor Weihnachten eine herausfordernde Aufgabe gestellt, die technisch anspruchsvoll ist und zugleich eine konstruktive und gestalterische Komponente hat.
Ausgangspunkt für die Kugelbahn ist ein Fallgewicht, das eine standardisierte Stahlkugel in Bewegung setzt. Anschließend muss die Bahn autonom funktionieren: Ziel ist es, die Kugel über längere Zeit in einem geschlossenen Umlauf zu führen. Die Bahn muss zudem vollständig einsehbar sein, Übergänge und Sprünge der Kugel kontrolliert ausführen und am Ende sichtbar machen, wie viel Energie im System noch vorhanden ist.
Die Kugelbahnen der verschiedenen Teams sind am Freitag, 16. Januar, ab 15 Uhr einmalig im Live-Betrieb zu sehen. Bewertet werden unter anderem die funktionale Stabilität, der Umgang mit Energie, die technische Ausarbeitung und die gestalterische Qualität. Die Jury besteht aus Lehrenden des Studiengangs Industrial Design.
Zwischen Aufgabenstellung und Wettbewerbstag liegen viele Fragen und Versuche: Wie lässt sich Energie möglichst verlustarm führen? Wo entstehen Reibung und Instabilität? Wie können Strecken verlängert werden, ohne Geschwindigkeit zu verlieren? Und wie wird aus einem technischen Aufbau ein präzises, gestaltetes Objekt? Die Teams erproben unterschiedliche Lösungen – zunächst mit einfachen Modellen, später mit gefertigten Bauteilen und fein abgestimmten Mechaniken.
Zuschauer*innen sind eingeladen, den Wettbewerb vor Ort zu verfolgen.