Studium fundamentale
Bergische Universität macht das besondere Bildungsformat der Universität Witten/Herdecke zum Forschungsprojekt
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Diese Promotion, durchgeführt von Lena Labuwy-Stark, knüpft an die Auseinandersetzung mit universitären Instituten ihrer Masterarbeit an, in der sie bereits das Bildungsprogramm der Frankfurter Schule untersucht hat. Betreut wird das Vorhaben von Prof. Dr. Rita Casale, die dem Forschungsprojekt umfassende historische und theoretische Perspektiven einbringt.
Das Promotionsprojekt schließt an das an der BUW durchgeführte DFG-Forschungsprojekt (Leitung R. Casale/Prof. Dr. Gabriele Molzberger) an. Für Rita Casale, Inhaberin des Lehrstuhls für Allgemeine Erziehungswissenschaft/Theorie der Bildung an der BUW, „stellt es einen wichtigen Beitrag zur Erforschung des Studium fundamentale im Kontext des universitären Selbst- und Wissenschaftsverständnisses dar – sowohl in historischer als auch in bildungspolitischer Perspektive – und trägt zugleich zur weiteren Profilierung des Schwerpunktes Bildungsphilosophie und Bildungsgeschichte an der BUW bei“.
Warum ganzheitliche Bildung jetzt zählt
„In unserer Gesellschaft brauchen wir Menschen, die beobachten, zuhören, sich im konstruktiven Austausch mit anderen eine Meinung bilden und diese äußern können“, sagt Prof. Dr. Renate Buschmann, akademische Direktorin des WittenLab. Zukunftslabor Studium fundamentale der UW/H. „Das Studium fundamentale ist eine Bildungsinnovation, die vor mehr als 40 Jahren von der neu gegründeten Universität Witten/Herdecke ausging. Dass dieses Format nun wissenschaftlich untersucht wird, zeigt, wie relevant dieser Bildungsansatz ist.“
Angestoßen wurde das Forschungsprojekt von der Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung, die das Studium fundamentale seit vielen Jahren finanziell unterstützt. Sie fördert die Promotion über drei Jahre mit einem Stipendium. „Die Förderung des Studium fundamentale liegt uns am Herzen, weil es junge Menschen darin stärkt, andere Perspektiven einzunehmen und sich sozial zu engagieren“, sagt Sonja Leidemann, Vorständin der Stiftung. „In Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche brauchen wir Persönlichkeiten, die differenziert denken und verantwortungsvoll handeln – genau das ermöglicht dieser Bildungsansatz.“