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Zukunftsmesse West zeigte an der Bergischen Universität Wuppertal Bildungs- und Karrierewege im frankophonen Raum

28.09.2026|15:30 Uhr

Mehr als 800 Schüler*innen ab Klasse 9, Studierende und weitere Interessierte informierten sich am 22. und 23. September bei der Zukunftsmesse West an der Bergischen Universität Wuppertal über Bildungs- und Karrierewege im frankophonen Raum. An mehr als 50 Messeständen präsentierten Hochschulen, Institutionen, Organisationen und Unternehmen Möglichkeiten für Studium, Ausbildung und Beruf – von internationalen und binationalen Studiengängen über Praktika und Auslandsaufenthalte bis hin zu Stipendien und beruflichen Perspektiven.

Prof. Dr.-Ing. Peter Gust, Prof. Dr. Andrea von Hülsen-Esch, Xavier Fournier und das Maskottchen der Bergischen Uni - ein lebensgroßer Löwe - stehen vorne im Hörsaal. Im Hintergrund ist die Startseite einer Präsentation über die Zukunftsmesse West an die Wand projiziert.

Bei der Eröffnung der Zukunftsmesse West an der BUW (v.l.n.r.): Prof. Dr.-Ing. Peter Gust, Prof. Dr. Andrea von Hülsen-Esch, das Uni-Maskottchen Berti und Xavier Fournier. // Fotos Friederike von Heyden

Französisch – ein Sprungbrett für die Zukunft?!

Im Mittelpunkt der Messe, die in diesem Jahr in Wuppertal stattfand, standen ganz konkrete Fragen: Welche Studiengänge führen zu internationalen Berufen? Welche Möglichkeiten bietet ein Studium in Frankreich oder einem anderen frankophonen Land? Wie lassen sich Praktika, ein Gap Year oder ein Auslandsaufenthalt finanzieren? Und in welchen Berufsfeldern sind Französischkenntnisse besonders gefragt? 

Ergänzt wurde die Messe durch Vorträge, Präsentationen, Erfahrungsberichte und Mikrofortbildungen. Am ersten Messetag diskutierten Expert*innen bei einer Table Ronde unter dem Titel „Französisch – ein Sprungbrett für die Zukunft?!“ über die Bedeutung der französischen Sprache für Bildungs- und Berufswege.

„In 29 Ländern der Erde ist Französisch Amtssprache und wird von etwa 320 Millionen Menschen weltweit gesprochen. Frankreich zählt zudem zu den wichtigsten Wirtschaftspartnern Deutschlands. Es ist der zweitgrößte Absatzmarkt deutscher Waren weltweit und der wichtigste Absatzmarkt innerhalb der EU“, betonte Prof. Dr.-Ing. Peter Gust, Prorektor für Third Mission und Internationales der Bergischen Universität Wuppertal, bei der Eröffnung der Messe. „Gleichzeitig bestehen umfangreiche gegenseitige Direktinvestitionen und eine starke Präsenz deutscher und französischer Unternehmen in beiden Märkten. Und: In diesen Tagen beraten die EU und Kanada, wo Französisch die erste Amtssprache von mehr als 20 Prozent der Einwohner*innen ist, über eine engere Zusammenarbeit“, so Gust weiter. Diese enge Verbindung zwischen Deutschland und Frankreich bietet vielfältige Chancen: Hochschulen, Institutionen, Austauschprogramme und Fördermöglichkeiten erleichterten internationale Bildungswege. Das unterstrichen auch Prof. Dr. Andrea von Hülsen-Esch, Vizepräsidentin der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH), und Xavier Fournier, Generalkonsul für Frankreich in Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf, bei der Eröffnung.

Eine brünette Frau steht hinter einem Tisch und erklärt einer Frau auf der anderen Seite des Tisches etwas, was in einem Flyer steht, den diese in der Hand hält.

An mehr als 50 Messeständen präsentierten Hochschulen, Institutionen, Organisationen und Unternehmen Möglichkeiten für Studium, Ausbildung und Beruf.

Die Zukunftsmesse West richtete den Blick dabei bewusst über Frankreich hinaus auf den gesamten frankophonen Raum. Dazu gehören unter anderem Belgien, Luxemburg, die Schweiz, Kanada und französischsprachige Länder Afrikas. Je nach Studien- oder Berufsfeld kann Französisch notwendige Voraussetzung oder wichtige Kommunikationssprache sein. Die Dichte und Vielfalt der deutsch-französischen Partnerschaft ist allerdings außergewöhnlich.

„Kaum zwei Länder sind durch so viele gemeinsame Hochschulen, Institutionen, Austauschprogramme und Fördermöglichkeiten miteinander verbunden“, hebt Andrea Bieck, Leiterin des International Office der Bergischen Universität Wuppertal hervor. „Gerade für Studierende bedeutet das, dass ein Aufenthalt im jeweils anderen Land heute viel niedrigschwelliger möglich ist, als viele denken – finanziell, organisatorisch und auch sprachlich. Wer Frankreich als Studien- oder Arbeitsort entdeckt, findet ein dichtes Netz an Unterstützung vor. Ein Auslandsaufenthalt muss deshalb kein Privileg für wenige sein, sondern kann für viele Studierende eine realistische und finanzierbare Erfahrung werden“, Bieck.

Internationale Perspektiven direkt an der BUW

Für die Bergische Universität als Gastgeberin war die Zukunftsmesse West zugleich Ausdruck ihrer langjährigen internationalen und insbesondere deutsch-französischen Aktivitäten. Die BUW bietet unter anderem den binationalen Bachelorstudiengang Angewandte Kultur- und Wirtschaftsstudien: Deutsch-Französisch sowie den Masterstudiengang Angewandte deutsch-französische Studien: Kultur, Wirtschaft, Nachhaltigkeit in Kooperation mit der Université de Franche-Comté in Besançon an. Die Studierenden erwerben dabei einen deutschen und einen französischen Abschluss; für die Auslandsphase steht ein Stipendium der Deutsch-Französischen Hochschule zur Verfügung.

Darüber hinaus ermöglicht die BUW studienbezogene Auslandsaufenthalte in Frankreich über ein umfangreiches Partnernetzwerk. Dazu gehören unter anderem Hochschulen in Paris, Lille, Poitiers, Grenoble, Toulouse und Nizza sowie in Wuppertals Partnerstadt Saint-Étienne.

Weitere Informationen zu Französisch-Studienmöglichkeiten an der BUW:

Information zum Bachelor-Studiengang Angewandte Kultur- und Wirtschaftsstudien: Deutsch-Französisch

Information zum Masterstudiengang Angewandte deutsch-französische Studien: Kultur, Wirtschaft, Nachhaltigkeit

Hintergrund: Zukunftsmesse West

Die Zukunftsmesse wird veranstaltet von der Vereinigung der Französischlehrerinnen und -lehrer e.V. (VdF), der Deutsch-Französischen-Hochschule (DFH), dem Institut français Deutschland / Französische Botschaft in Berlin und der Vereinigung Deutsch-Französischer Gesellschaften für Europa e.V. (VDFG). Die Zukunftsmesse West wird von der Landesinitiative Europa-Schecks des Ministers für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien und Chef der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt.