Wissenschaftsjahr 2026
Uni im Kino: Film und Gespräch über (Selbst-)Überwachung
Die Veranstaltung ist Teil des Wissenschaftsjahres, das sich 2026 dem Thema Medizin der Zukunft widmet. // Foto* Colourbox/#34432374
Corpus Delicti spielt in einer nahen Zukunft. Die Regierung – Methode genannt – verspricht darin eine Gesellschaft, in der Gesundheit und Sicherheit für alle garantiert sind. In dieser Welt wird das Leben der Wissenschaftlerin Mia Holl schlagartig auf den Kopf gestellt, als ihr Bruder Moritz des Mordes beschuldigt wird. Im Kampf um Wahrheit und Gerechtigkeit wird sie selbst zur Gejagten in einem System, das auf der lückenlosen Überwachung aller Bürger*innen basiert.
Im Anschluss an die Filmvorführung spricht Sabrina Huber mit Studierenden und dem Publikum über Juli Zehs Fiktion eines Gesundheitsstaates der Zukunft. Was geschieht mit einer Gesellschaft, die Gesundheit und Sicherheit zum obersten Ziel erklärt und dafür individuelle Freiheit und Selbstbestimmung aufgibt? Im Mittelpunkt des Gesprächs stehen die Formen von (Selbst-)Überwachung, die Corpus Delicti entwirft und die Frage, mit welchen erzählerischen Mitteln der Film sie sichtbar macht.
Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projekts „Future Health under (Self-)Surveillance. Überwachung von Körper und Psyche in Literatur und Alltagspraxis“ statt, das zu den Gewinnerprojekten des Hochschulwettbewerbs 2026 gehört. Der Hochschulwettbewerb wird jährlich von Wissenschaft im Dialog organisiert und im Rahmen des „Wissenschaftsjahres 2026: Medizin der Zukunft“ vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert.
Der Termin auf einen Blick
Filmvorführung und Gespräch: Corpus Delicti
Wann? 4. November, 19.30 Uhr
Wo? Cinema Wuppertal, Berliner Str. 88, 42275 Wuppertal-Oberbarmen
Tickets gibt es an der Abendkasse und online im Vorverkauf auf der Webseite der Wuppertaler Kinos.
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