School of Education
Lehrkräfte von morgen gut vorbereiten: Konvent an der Uni Wuppertal widmet sich dem Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung
Lehrkräftebildung an der Bergischen Universität: Reger und konstruktiver Austausch beim GSA-Konvent zu aktuellen Projekten im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung. // Foto Monika Quabeck-Gleser
Rund 60 Teilnehmende aus Fachdidaktiken, Fachwissenschaften und Bildungswissenschaften folgten der Einladung. Die Begrüßung und Einführung zum Veranstaltungsthema übernahm Prof. Dr. Rita Casale, Prorektorin für Nachhaltige Organisationsentwicklung und Diversität. Den anschließenden Impulsvortrag „BNE in der Lehrkräftebildung“ hielt Dr. Andreas Keil, Professor für Geographie und ihre Didaktik/Sozialgeographie und Koordinator des BNE-Hochschulnetzwerks NRW. Er betonte die Relevanz von BNE im Bildungsbereich, sprach über entsprechende Strukturen in den verschiedenen Phasen der Lehrkräftebildung und gab Einblicke in Praxisbeispiele. Damit schuf er zugleich eine gute Überleitung zum anschließenden Gallery Walk im Foyer von Gebäude K.
An 13 Poster-Stationen stellten Lehrende der Bergischen Uni mit ihren Teams Projekte vor, die zeigen, wie vielfältig das Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung bereits heute in der Lehrkräftebildung an der Bergischen Uni präsent ist: von der Frage, wie sich die Motivation steigern lässt, Artenkenntnis zu vermitteln, über die Entwicklung eines Studienschwerpunkts „Sexuelle Bildung in Schule und Lehrberuf“, das auf die Erreichung von Geschlechtergleichheit und Selbstbestimmung einzahlt, bis hin zu Plänen, eine Lehrwerkstatt Nachhaltigkeit aufzubauen, die die Vernetzung zum Thema BNE an der Bergischen Uni institutionalisiert.
Einen Überblick über alle Projekte gibt es auf der Webseite zum GSA-Konvent 2026.
Bildung für nachhaltige Entwicklung, kurz BNE, meint eine Bildung, die Menschen zu zukunftsfähigem Denken und Handeln befähigt. Sie ermöglicht jedem Einzelnen, die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Welt zu verstehen. Entwicklung ist dann nachhaltig, wenn Menschen weltweit, gegenwärtig und in Zukunft, würdig leben und ihre Bedürfnisse und Talente unter Berücksichtigung planetarer Grenzen entfalten können. Eine solche gesellschaftliche Transformation erfordert starke Institutionen, partizipative Entscheidungen und Konfliktlösungen, Wissen, Technologien sowie neue Verhaltensmuster.
Prof. Gela Preisfeld bei ihrem letzten GSA-Konvent als Vorsitzende. // Foto Monika Quabeck-Gleser
Außerdem berichtete die GSA-Vorsitzende Prof. Dr. Gela Preisfeld beim Konvent über die laufenden Tätigkeiten und Projekte, die zur Weiterentwicklung der Lehrkräftebildung an der BUW beitragen. Dazu zählen beispielsweise die Umsetzung des gemeinsamen Studiengangs Grundschule in Kooperation mit der RWTH Aachen, die Internationalisierungsstrategie der Lehrkräftebildung, die Evaluation und Weiterentwicklung des Praxissemesters sowie die Vorbereitungen zur Re-Akkreditierungen des Master of Education und der Umstrukturierung der Kombinationsstudiengänge Sonderpädagogische Förderung.
Für Prof. Preisfeld war es in ihrer Rolle als Vorsitzende der letzte Konvent, sie verabschiedet sich im kommenden Semester in den Ruhestand. Für ihre achtjährige Amtszeit und insbesondere ihr Wirken im GSA dankten ihr stellvertretend für alle Kolleg*innen Prorektorin Prof. Dr. Susanne Buch und die Geschäftsführerin des Servicebereiches der School of Education, Dr. Michaela Heer.
Mehr Hintergrund
Der Gemeinsame Studienausschuss (GSA) in der School of Education stimmt die Mitwirkung aller Fakultäten an der Lehrkräftebildung an der Bergischen Universität aufeinander ab. Er koordiniert die übergeordneten Belange des Lehramtsstudiums in den Bachelor- und Masterstudiengängen und trifft fakultätsübergreifende Entscheidungen. Die oder der Vorsitzende des GSA beruft mindestens einmal jährlich einen Konvent ein, der den GSA in Fragen der Lehrkräftebildung berät. Eingeladen dazu sind alle Akteur*innen, die an der Bergischen Universität in die Lehrkräftebildung involviert sind.