Neue Perspektiven für inklusive Schulen
Wissenschaft und Praxis gemeinsam für bessere Schulassistenz
Das Projekt untersucht sogenannte infrastrukturelle Poolmodelle als neue Form der Unterstützung: Schulassistenzkräfte sind dabei nicht nur für einzelne Kinder zuständig, sondern unterstützen flexibel alle Schüler*innen in einer Klasse oder Schule. // Foto Monkey Business – stock.adobe.com
Vor dem Hintergrund pädagogischer Herausforderungen und steigender Fall- und Antragszahlen im Bereich individueller Schulassistenz untersucht das Projekt sogenannte infrastrukturelle Poolmodelle als neue Form der Unterstützung: Schulassistenzkräfte sind dabei nicht nur für einzelne Kinder zuständig, sondern unterstützen flexibel alle Schüler*innen in einer Klasse oder Schule. So sollen inklusive Lern- und Entwicklungsprozesse besser gefördert werden.
Forschende begleiten die Umsetzung
Ziel des Forschungsvorhabens ist es, gemeinsam mit Schulen, Kommunen und weiteren Praxispartner*innen herauszufinden, wie infrastrukturelle Poolmodelle erfolgreich in die Breite transferiert werden können. Dafür werden Kommunen und Schulen, welche das Modell einführen möchten bzw. eingeführt haben, wissenschaftlich begleitet. Fundierte Erkenntnisse sollen dazu beitragen, dass sich bewährte Ansätze in der Praxis verstetigen.
Im Mittelpunkt steht dabei die enge Zusammenarbeit zwischen Forschung und Praxis. Geplant sind Workshops mit Kommunen, Beobachtungen im Unterricht an Grundschulen sowie verschiedene Befragungen zur Sicherung der Qualität und Wirksamkeit. Auch die Kosten werden genau untersucht: Verglichen werden soll, welche finanziellen Auswirkungen Poolmodelle im Vergleich zur bisherigen individuellen Unterstützung einzelner Kinder haben und ob sich im Verlauf der Umsetzung der Bedarf an individueller Schulassistenz verringert.
Fort- und Weiterbildungsangebote für Schulassistenzkräfte
Im Projekt entwickeln die Forschenden zudem Fort- und Weiterbildungsangebote für Lehrkräfte und Schulassistenzkräfte. Dabei geht es unter anderem darum, wie verschiedene Fachkräfte im Schulalltag besser zusammenarbeiten, mit herausfordernden Situationen professionell umgehen und Kinder in ihrer emotionalen und sozialen Entwicklung unterstützen können.
Außerdem soll ein bundesweites Netzwerk entstehen, in dem sich Wissenschaft, Kommunen, Schulen und weitere Beteiligte austauschen können. Dafür sind während der gesamten Projektlaufzeit Netzwerktreffen in Köln und Wuppertal geplant. Die Auftaktveranstaltung findet am 29. Mai 2026 in Köln statt.
Das Forschungsprojekt
Die Bergische Universität Wuppertal und die Universität zu Köln starten gemeinsam das Verbundprojekt „teams – Transfer und evidenzbasierte Adaption infrastruktureller Poolmodelle im Bereich Schulassistenz“. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) gefördert und läuft seit 1. Februar 2026 bis zum 31. Januar 2029.
Beteiligt sind an der Bergischen Universität Wuppertal Prof. Dr. Janka Goldan (Methodik und Didaktik im Förderschwerpunkt Lernen) und Prof. Dr. Kerstin Schneider (Finanzwissenschaft und Steuerlehre) sowie an der Universität zu Köln Prof. Dr. Julia Gorges (Forschungsmethoden in Heilpädagogik und Rehabilitation).
Mit „teams“ möchten die Projektpartner Kommunen und Schulen bei der evidenzbasierten Weiterentwicklung inklusiver Unterstützungsstrukturen begleiten und praxisnahe Handlungsempfehlungen für eine erfolgreiche Umsetzung infrastruktureller Poolmodelle bereitstellen.