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Zwischen Klimakrise und Autoritarismus

Tagung fragt nach nachhaltigen Zukunftsmodellen für Demokratie

04.05.2026|09:19 Uhr

Klimakrise, Autoritarismus und Desinformation setzen demokratische Gesellschaften zunehmend unter Druck. Die Tagung „nachhaltig demokratisch“ von der Bergischen Universität Wuppertal (BUW) fragt am 20. Mai 2026, wie ökologische und demokratische Nachhaltigkeit zusammengedacht werden können – und welche politischen sowie gesellschaftlichen Wege es gibt, Demokratie unter diesen Bedingungen zukunftsfähig zu machen.

Im Zentrum steht die Frage, wie demokratische Lebensformen unter Bedingungen multipler Krisen – insbesondere der Klimakrise und zunehmender autoritärer Politiken – nachhaltig gesichert und weiterentwickelt werden können. Dabei versteht die Tagung Nachhaltigkeit in einem doppelten Sinn: als ökologische und als demokratische Nachhaltigkeit, die in einem spannungsreichen Wechselverhältnis stehen.

Zwischen Klimakrise und politischem Druck

Ausgangspunkt der Diskussion ist der Umstand, dass demokratische Ordnungen derzeit sowohl von außen durch autoritäre und fossil-industrielle Allianzen unter Druck geraten, als auch durch innere Spannungen herausgefordert werden. Dazu zählen etwa die Diskrepanz zwischen klimapolitischer Dringlichkeit und demokratischen Entscheidungsprozessen, globale Ungleichheiten, Desinformation sowie soziale Verteilungskonflikte im Zuge der Transformation.

Die Teilnehmenden setzen nicht auf rein technische oder einfache Patentlösungen. Stattdessen bringen sie wissenschaftliche Überlegungen zur Demokratie mit konkreten Erfahrungen aus der Praxis zusammen. Im Mittelpunkt steht die Ausgestaltung einer nachhaltigen Demokratie – und wie sie im Alltag tatsächlich gelebt wird.

Erprobte Ansätze im Fokus

Diskutiert werden Beispiele wie Sorgende Städte, 15-Minuten-Städte, Postwachstum oder Gemeinwohlökonomie. Solche Ansätze werden vielerorts bereits ausprobiert. Die Tagung macht diese Erfahrungen sichtbar, hinterfragt sie kritisch und untersucht, was sie für die Weiterentwicklung der Demokratie bedeuten.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen dem Arbeitsbereich Praktische Philosophie der Bergischen Universität Wuppertal, dem Centre for Global Cooperation Research an der Universität Duisburg-Essen, dem Arbeitsbereich Umweltsoziologie der TU Dortmund, dem Wuppertal Institut und dem Zentrum für Transformationsforschung und Nachhaltigkeit (transzent). Sie bildet den Auftakt für eine zirkulierende Veranstaltungsreihe, die die Transformations- und Demokratieforschung in NRW weiter vernetzen und öffentlich sichtbar machen soll.

Zu weiteren Infos und der Anmeldung

Wann und wo?

Die Tagung findet am 20. Mai von 13.30 bis 18.15 Uhr in der Aula des Wuppertal Instituts (Döppersberg 19, 42103 Wuppertal) statt. Der Abendvortrag „Nach der Nachhaltigkeit: Demokratische Alternativen zu Autoritarismus und Greenlash“ wird von 19.00 bis 20.30 Uhr in Utopiastadt (Mirker Str. 48, 42105 Wuppertal) veranstaltet.