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Anerkennung

Sportwissenschaftler der Bergischen Universität für Forschung zu Straßenfußball und Straßenkindheit ausgezeichnet

08.10.2026|09:46 Uhr

Dr. Rudolph Meyer, Vertretungsprofessor für Sportwissenschaft am Institut für Sportwissenschaft der Bergischen Universität Wuppertal, ist mit einer Anerkennung beim Deutschen Kinder- und Jugendhilfepreis 2026 – Hermine-Albers-Preis ausgezeichnet worden. Die Würdigung in der Kategorie Theorie- und Wissenschaftspreis wurde ihm am 1. Oktober in Berlin verliehen. Meyer erhielt die Anerkennung für seine Streetwork-Ethnographie „Im Käfig – Straßenfußball und Straßenkindheit in einem marginalisierten Quartier“.

Ein Mann gekleidet in Sakko hält eine Zettel in der Hand, der ihm von einer Frau rechts von ihm überreicht wird. Die Frau trägt einen roten Blazer, beide schauen zur Mitte des Bildes, nicht in die Kamera.

Staatssekretärin Manuela Strube übergibt Dr. Rudolph Meyer den symbolischen Scheck zu seiner Auszeichnung. // Foto Christoph Mangler

Mit dem Deutschen Kinder- und Jugendhilfepreis zeichnet die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ) seit 1955 herausragende Leistungen und innovative Impulse für die Kinder- und Jugendhilfe aus. Der Theorie- und Wissenschaftspreis würdigt wissenschaftliche Arbeiten, die zur fachlichen Auseinandersetzung mit Fragen der Kinder- und Jugendhilfe beitragen und Impulse für deren Weiterentwicklung geben. In diesem Jahr gingen knapp 260 Einreichungen bei der AGJ ein. Eine elfköpfige Jury wählte daraus die Preis- und Anerkennungsträger*innen aus.

In seiner Untersuchung beschäftigt sich Meyer mit den komplexen Lebenswelten des Straßenfußballs in einem marginalisierten Quartier. Im Mittelpunkt stehen die Bedeutung selbstbestimmter Bewegungsräume sowie die Frage, wie sport- und bewegungsbezogene Kinder- und Jugendarbeit die unterschiedlichen Lebenslagen junger Menschen berücksichtigen kann.

Die Jury hebt insbesondere den hohen Erkenntniswert der Untersuchung und ihre unmittelbare Praxisrelevanz hervor. Meyers Analyse mache die Auswirkungen und Folgen für die sport- und bewegungsbezogene Kinder- und Jugendarbeit nachvollziehbar und könne in weiten Teilen direkt für die Praxis der Kinder- und Jugendhilfe genutzt werden. 

Manuela Strube, Staatssekretärin im Hessischen Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales, sprach bei der Preisverleihung im Namen des Stifters, den Obersten Jugend- und Familienbehörden der Länder, für das Vorsitzland der Jugend- und Familienministerkonferenz (JFMK) Hessen. In ihrer Rede würdigte sie die Bedeutung des Deutschen Kinder- und Jugendhilfepreises für die Länder: „Um sich für Kinder und Jugendliche erfolgreich einzusetzen, braucht es auch heute fachliches Können, Beharrlichkeit und die Bereitschaft, Bestehendes zu hinterfragen. Deshalb ist dieser Preis für uns als Länder so bedeutsam. Er macht Arbeit sichtbar, von der andere lernen können.“