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Mischa Kuball übernimmt Gastprofessur an der Bergischen Universität Wuppertal

13.10.2026|11:44 Uhr

Die Bergische Universität Wuppertal hat den international renommierten Konzeptkünstler Mischa Kuball als Gastprofessor gewonnen. Mit Beginn des Wintersemester 2026/27 lehrt Kuball an der Fakultät für Design und Kunst im Bereich „Public Art / Design Curating“. Mit seiner langjährigen Erfahrung an der Schnittstelle von Kunst, Architektur und gesellschaftlicher Teilhabe erweitert er das Lehr- und Forschungsprofil der Fakultät um eine etablierte künstlerische Perspektive.

Mischa Kuball, komplett in schwarz gekleidet, lehnt an einer weißen Hauswand.

Mischa Kuball ist mit Beginn des Wintersemesters neuer Gastprofessor an der Bergischen Universität. // Foto Nicola Wefers, documenta Archiv Kassel

Mischa Kuball arbeitet seit 1977 im öffentlichen und institutionellen Raum. In seinen Projekten untersucht er, wie öffentliche Räume gestaltet, wahrgenommen und genutzt werden. Seine Arbeiten verbinden architektonische und urbane Strukturen mit Fragen gesellschaftlicher Teilhabe und sozialer Interaktion. Licht ist dabei sein zentrales künstlerisches Medium.

„Mit Mischa Kuball sind wir als Bergische Universität schon lange eng verbunden. Sein Kunstwerk ‚MetaLicht‘ ist zum prägenden Merkmal über den Dächern von Wuppertal geworden. Dass wir ihn nun auch als Lehrenden gewinnen konnten, freut uns außerordentlich“, erklärt Prof. Dr. Birgitta Wolff, Rektorin der Bergischen Universität Wuppertal. „Er wird uns und unseren Studierenden weitere Möglichkeiten erschließen, mit künstlerischen Lösungen in der Gesellschaft zu wirken.“ 

Auch Kuball sieht in der Gastprofessur die Chance, künstlerische Praxis und universitäre Lehre eng miteinander zu verbinden: „An der Arbeit mit Studierenden interessiert und begeistert mich insbesondere der gemeinsame Blick auf den öffentlichen Raum: Welche Räume wollen wir als Gesellschaft schaffen, wie können wir sie neu lesen und welche Rolle kann Kunst dabei spielen? Wuppertal bietet dafür mit seiner besonderen Stadtstruktur und seiner vielfältigen Geschichte einen ausgesprochen spannenden Ausgangspunkt.“

Transdisziplinäre Projekte im öffentlichen Raum

Im Wintersemester 2026/27 gestaltet Kuball die Vertiefung „Public Art & Design Curating – Kunsthalle Barmen als urbanes Labor“. Studierende aus Kunst und Public Interest Design beschäftigen sich darin mit dem Zusammenspiel von Kunst, Design, Wissenschaft und urbaner Öffentlichkeit. Die Kunsthalle Barmen kann dabei als konkreter Ort und Praxisfeld für transdisziplinäre Projekte und künstlerische Auseinandersetzung dienen. 

Zur Person

Mischa Kuball, geboren 1959 in Düsseldorf, arbeitet seit 1977 als Konzeptkünstler im öffentlichen und institutionellen Raum. Von 2007 bis 2026 war er Professor für Kunst im öffentlichen Raum an der Kunsthochschule für Medien Köln. Zuvor lehrte er Medienkunst an der Hochschule für Gestaltung/ZKM Karlsruhe. 

Seit 2015 ist Kuball Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste. 2016 wurde er mit dem Deutschen Lichtkunstpreis ausgezeichnet. Zu seinen jüngeren Projekten zählen unter anderem „under construction / public preposition“ in Dortmund, „NEWTON GOETHE GALILEO“ in Rom und „boiler house“ in Berlin.