Mathematik
Karriere als Professor begann in Wuppertal: Abelpreis für Gerd Faltings
Foto © Peter Badge/Typos1/The Abel Prize
Der Abelpreis prämiert wissenschaftliche Arbeiten von außergewöhnlicher Tiefe und Einfluss auf dem Gebiet der Mathematik und gilt damit auch als eine Art „Nobelpreis der Mathematik“.
1982 kam Gerd Faltings an die Universität Wuppertal und wurde im Alter von 27 Jahren der damals deutschlandweit jüngste ordentliche Professor für Mathematik. Faltings Arbeiten revolutionierten die algebraische Geometrie und strahlten auch auf andere Teilgebiete der Mathematik ab, etwa auf die Zahlentheorie.
Im Jahr 1983 wurde Gerd Faltings über Nacht in der mathematischen Fachwelt berühmt, als er die „Mordellsche Vermutung“ bewies – ein Jahrhundertbeweis zu einer Fragestellung, die sich über 60 Jahre lang hartnäckig allen Beweisversuchen widersetzte. Für diesen Durchbruch erhielt er 1986 – als ebenfalls erster Deutscher – die höchste Auszeichnung für Mathematiker*innen, die Fields-Medaille.
Faltings wechselte 1985 an die Princeton University in New Jersey, USA. Nach Deutschland kehrte er 1994 zurück und war bis zu seiner Emeritierung 2023 als Direktor am Max-Planck-Institut für Mathematik in Bonn und als Professor an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Bonn tätig.
„Die Bergische Universität gratuliert von Herzen!“, freut sich Rektorin Birgitta Wolff. „Dass Gerd Faltings sensationelle Karriere als Mathematiker in Wuppertal begann ist auch ein Kompliment für unseren Fachbereich Mathematik, dessen kreative Köpfe ja zur Zeit auch in der Kunsthalle Barmen eine Kostprobe ihres Könnens vermitteln.“
Finissage effort + flow
effort + flow in der Kunsthalle Barmen: Noch bis Ende März können Besucher*innen die Ausstellung, die Kunst und Mathematik zusammenbringt, besuchen. Am 29. März findet die Finissage statt mit Workshops, Führung und der Performance „Auf dem Grund“ von Tanja Kodlin mit Sounddesigner Peter Breitenbach, 14 bis 18 Uhr. Keine Anmeldung erforderlich.
Die Ausstellung „effort + flow – Mathematik und Kunst im Austausch“ ist entstanden in Kooperation mit dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Sonderforschungsbereich Port-Hamiltonian Systems, der an der Schnittstelle von Mathematik, Ingenieurwesen und Physik grundlegende Modelle für Energieflüsse und dynamische Wechselwirkungen erforscht. Erstmals werden diese theoretischen Konzepte in Beziehung zu künstlerischen Arbeiten gesetzt und zugleich als Impulse für gestalterische und künstlerische Forschung genutzt.
Alle Infos zur Ausstellung: kunsthallebarmen.de/