Newsportal

 

 

Berufsorientierung

Handwerk erleben statt nur darüber reden: Bergische Uni organisiert In-House-Berufsmesse in Solinger Gesamtschule

30.06.2026|13:30 Uhr

Wie sieht der Arbeitsalltag einer Schornsteinfegerin aus? Welche Aufgaben übernehmen Fachkräfte in der Kälte- und Klimatechnik? Und welche Karrierechancen bietet eine Ausbildung im Handwerk? Antworten auf diese und viele weitere Fragen erhalten Schüler*innen der 9. Klasse der Alexander-Coppel-Gesamtschule am 8. Juli 2026 bei der In-House-Berufsmesse „Handwerk erleben“. Organisiert wird die Veranstaltung vom zdi-Zentrum BeST (Bergisches Schul-Technikum) der Bergischen Universität Wuppertal in Kooperation mit der Schule und regionalen Handwerksbetrieben.

Am 8. Juli bringt die Bergische Uni Handwerksbetriebe mit Schüler*innen der 9. Jahrgangsstufe zusammen. Auf der einen Seite geht es darum, Vorurteile abzubauen, auf der anderen um die Fachkräftesicherung. // Foto colourbox.de/225143

Die Unternehmen kommen mit ihren Auszubildenden direkt in die Schule und stellen ihre Berufe vor. An kurzen, interaktiven Mitmach-Stationen ergeben sich praxisnahe Einblicke und Gespräche auf Augenhöhe. Mit der In-House-Berufsmesse möchte das zdi-BeST zeigen, wie vielfältig, modern und zukunftssicher das Handwerk heutzutage ist.

Die Nachfrage nach einer Teilnahme seitens der Betriebe an der Veranstaltung war groß – die verfügbaren Plätze schnell vergeben. Auf der Messe am 8. Juli vertreten sind unter anderem Betriebe aus den Bereichen Kunststoffindustrie, Dachdeckerhandwerk, Tischlerei, Metallverarbeitung oder Schornsteinfegerhandwerk.

Umfassende Vor- und Nachbereitung

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der pädagogischen Einbettung der Veranstaltung in die laufende Berufs- und Studienorientierung der Schule. Gemeinsam mit engagierten Lehrkräften der Schule wurde eine umfassende Vor- und Nachbereitung der Veranstaltung entwickelt.

Bereits im Vorfeld setzen sich die Jugendlichen mit ihren Vorstellungen und möglichen Vorurteilen gegenüber handwerklichen Berufen auseinander und gleichen diese mit Fakten ab. Themen sind hierbei unter anderem Verdienstmöglichkeiten, Karrierechancen, die Rolle von Digitalisierung und Technik sowie die Frage, ob Handwerksberufe gleichermaßen für Frauen und Männer geeignet sind. Dadurch werden bereits im Vorfeld der Veranstaltung Diskussionen angeregt und eine Gesprächsgrundlage für die Begegnungen mit den Betrieben geschaffen.

Direkte Verbindungen schaffen

Die In-House-Berufsmesse ist zugleich ein Beitrag zur Fachkräftesicherung in der Region. „Viele Handwerksbetriebe suchen dringend Nachwuchs, während gleichzeitig zahlreiche Jugendliche ihre beruflichen Möglichkeiten im Handwerk noch nicht kennen. Das Veranstaltungsformat schafft hier eine direkte Verbindung zwischen Schulen und regionalen Ausbildungsbetrieben“, betont BeST-Koordinatorin Sarah-Lena Debus.

Das Interesse an dem Konzept reicht inzwischen über Solingen hinaus: Aktuell finden bereits Gespräche mit einer Remscheider Schule statt, um das Format gemeinsam mit weiteren regionalen Handwerksbetrieben dort zu wiederholen und dauerhaft in der hiesigen Berufsorientierung zu verankern.

Betriebe, die Interesse an einer Teilnahme an zukünftigen Veranstaltungen im Bergischen Städtedreieck haben, können sich direkt an die zuständige BeST-Mitarbeiterin Anna Prim wenden: 0202-4391701 oder prim[at]zdi-best.de.

Über das zdi-BeST

Das Projekt zdi-Zentrum BeST wird seit 2008 von der Bergischen Universität Wuppertal getragen und finanziell vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen sowie von der Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen der Bundesagentur für Arbeit gefördert. Ziel des Projekts ist es, junge Menschen frühzeitig für naturwissenschaftlich-technische und handwerkliche Berufsfelder zu begeistern sowie Unternehmen bei der Gewinnung von Nachwuchskräften in der Region zu unterstützen.