Open Educational Resources
Freies Bildungsmaterial für die Lehrkräfteausbildung: Uni-Projekt fördert Kultur des Teilens und lädt zur Abschlusskonferenz ein
Das Projekt OERLe hat daran gearbeitet, die Ausbildungscommunities der Lehrkräftebildung zu vernetzen und gemeinsam frei zugängliche, praxisnahe Bildungsmaterialien zu entwickeln. // Foto Peter Gwiazda
Wer an der Schule eine Unterrichtsreihe plant, zum Beispiel zum Thema Wärmewende und Energiesparen im Schulalltag, benötigt Unterrichtsmaterialien – Bilder, Bücher, Videos, digitale Lerneinheiten. Nicht immer sind diese frei verfügbar, (angehende) Lehrkräfte benötigen zum Beispiel bestimmte Lizenzen, die häufig mit Kosten verbunden sind.
Hier kommen sogenannte Open Educational Resources (OER) als Alternative ins Spiel. Sie sind frei und kostenlos verfügbar, können von den Lehrkräften weiterentwickelt und verändert werden. Und auch in der Ausbildung der Lehrkräfte spielt das frei zugängliche Material eine bedeutende Rolle. So bereitet es zum Beispiel über Fallstudien und Reflexionsvideos auf komplexe Unterrichts- und Schulsituationen vor oder unterstützt mit Selbstlernkursen die Professionalisierung.
OER und BNE gemeinsam weiterdenken
Im Verbundprojekt OERLe stand für die Forschenden die Zusammenarbeit mit Praxispartner*innen aus dem Vorbereitungsdienst und damit die Verzahnung der beiden Phasen der Lehrkräftebildung im Fokus: Gemeinsam wurde bestehendes Bildungsmaterial konkret für den Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) weiterentwickelt und neues erstellt.
Nach zwei Jahren ziehen die Projektverantwortlichen nun Bilanz. Auf der zweitägigen Abschlusskonferenz in Wuppertal präsentieren und diskutieren sie ihre Ergebnisse sowie zahlreiche Beiträge aus anderen spannenden Projekten und Initiativen rund um die Themen Open Educational Resources, Open Educational Practices (OEP) und Bildung für nachhaltige Entwicklung.
„Im Mittelpunkt steht die weitere Vernetzung relevanter Akteur*innen und das Zusammendenken von OER und BNE als zwei Felder, die auf unterschiedliche Weise für Offenheit, Teilhabe, Kooperation, Innovation und gesellschaftliche Verantwortung stehen“, betont das Wuppertaler Projektteam um Prof. Dr. Miriam Kuckuck, Dr. Michael Morawski und Michael Lachetta aus der Arbeitsgruppe Didaktik des Sachunterrichts.
Wissenschaft und Praxis ins Gespräch bringen
Die Konferenz richtet sich gleichermaßen an Wissenschaft und Praktiker*innen aus Schule, Hochschule, Weiterbildung, Verwaltung, Bildungsorganisationen und weiteren relevanten Kontexten. „Die Konferenzteilnehmenden erwartet ein vielfältiges Programm, das unterschiedlichste Perspektiven vereint, bewusst über den Tellerrand blickt und viel Raum für den Austausch bietet“, so die Organisator*innen.
Anmeldungen zur Konferenz sind noch bis zum 1. November möglich. Veranstaltungsort ist das Gästehaus auf dem Campus Freudenberg, Rainer-Gruenter-Straße 3. Alle Informationen gibt es auf der Konferenzwebseite.
Das Projekt „Partizipative Gestaltung von OER und OEP in der zweiten Phase der Lehrer*innenbildung – Am Beispiel von Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (OERLe) wird im Rahmen der OER-Strategie vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.