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Vortragsreihe

Bildung und Wissenschaft im Krieg: Perspektiven aus Palästina und Israel

28.10.2026|15:25 Uhr

Wie erleben Wissenschaftler*innen die Folgen des Krieges in Gaza und der Vertreibungen in der Westbank? Was bedeutet die Zerstörung von Bildungs- und Wissenschaftseinrichtungen für die Menschen? Und welche Perspektiven gibt es für die Zukunft? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigt sich eine Vortragsreihe an der Bergischen Universität Wuppertal im Wintersemester 2026/27.

Das Bild zeigt eine Übersicht der Veranstaltungstitel sowie Infos zu Ort und Uhrzeit der einzelnen Veranstaltungen.

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„Die Zerstörung von Schulen und Hochschulen nimmt Menschen Bildungs- und Zukunftschancen und stellt die gesellschaftliche Entwicklung einer ganzen Region vor große Herausforderungen“, erläutert Prof. Dr. Erhard Scholz, emeritierter Wuppertaler Mathematikhistoriker und Initiator der Veranstaltungsreihe. „Wir möchten Wissenschaftler*innen aus Palästina und Israel zu Wort kommen lassen, unterschiedliche Perspektiven sichtbar machen und einen Raum schaffen, in dem wir einander zuhören, Fragen stellen und auch kontroverse Themen sachlich diskutieren können“, so Scholz weiter.  

Die Vorträge finden dienstags um 18.15 Uhr statt, teils in Präsenz, teils online. Im Anschluss besteht Gelegenheit zu Fragen und themenbezogener Diskussion. Eine abschließende Gesprächsrunde am 12. Januar 2027 führt die Themen der Reihe zusammen und widmet sich umgreifenden Fragen, darunter der, welchen Beitrag Wissenschaft und Bildung zu Verständigung und Konfliktlösung leisten können.

Das Programm im Überblick: 

3. November 2026: Palästinensische Universitäten unter Bedingungen von ethnischer Säuberung und Gewalt
Helga Baumgarten, emeritierte Professorin für Politikwissenschaft an der Universität Bir Zait, Ramallah. Der Vortrag findet in Präsenz statt.

10. November 2026: Schulen, Bildung und Universitäten in Gaza – damals und heute
Abed Schokry, Arbeitswissenschaftler an der Universität Gaza, derzeit an der TU Berlin. Der Vortrag findet in Präsenz statt.

17. November 2026: Palestinian Education under Israeli Control: Roots and Dynamics of Apartheid and Annihilation
Emmanuel Farjoun, emeritierter Mathematiker der Hebräischen Universität Jerusalem. Der Vortrag findet in Präsenz statt.

1. Dezember 2026: Behind Walls of Nylon: Learning Between Displacement and Survival
Taghreed Rabee, bis 2024 Englischlehrerin für Schulkinder in Gaza, derzeit in Brasilien. Der Vortrag findet online statt.

8. Dezember 2026: Das Schweigen israelischer Akademikerinnen und Akademiker
José Brunner, emeritierter Professor für Politikwissenschaft und Philosophie am Cohn Institute der Universität Tel Aviv. Der Vortrag findet in Präsenz statt.

15. Dezember 2026: Bearing Witness: Gaza – Documenting the War on Gaza, 2023–2026
Lee Mordechai, Historiker an der Hebräischen Universität Jerusalem. Der Vortrag findet online statt.

12. Januar 2027: Abschließende Diskussion
Die gemeinsame Diskussion findet in Präsenz statt. Beiträge und Fragen können auf Deutsch und Englisch eingebracht werden.

Die Vorträge beginnen jeweils um 18.15 Uhr. Die Präsenzveranstaltungen finden in Hörsaal 9 auf dem Campus Grifflenberg (Gebäude G, Ebene 10, Raum G.10.02) statt. Die Abschlussdiskussion am 12. Januar findet in Raum G.15.34 statt. Die Vortragssprache ist Deutsch oder Englisch.

Teilnahme und Anmeldung

Für die Teilnahme an den Präsenzvorträgen ist eine Anmeldung bis jeweils eine Woche vor der Veranstaltung erforderlich. Die Zahl der Plätze ist auf 100 begrenzt. Anmeldungen sind per E-Mail an ringvorlesung26[at]uni-wuppertal.de möglich.

Auch für die Online-Teilnahme ist eine Registrierung erforderlich. Die Zahl der Teilnehmenden ist hier auf 300 begrenzt.

Anmeldung zur Online-Teilnahme:
https://uni-wuppertal.zoom-x.de/meeting/register/XJZyUVy3Q3ircJ5Dc_987Q

Organisation:

Prof. Dr. Erhard Scholz (Mathematikgeschichte, Wuppertal) und Prof. Dr. Matthias Kreck (Mathematik, Bonn und Frankfurt am Main). Unterstützt werden sie von Prof. Dr. Ralf Krömer (Didaktik und Geschichte der Mathematik, Wuppertal) und Prof. Dr. Sonja Brentjes (Wissenschaftsgeschichte, Berlin und Wuppertal).