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Emmy Noether-Programm

1,4 Millionen Euro für Wuppertaler Informatikerin

13.08.2026|09:07 Uhr

Großer Erfolg für die Bergische Universität Wuppertal (BUW): Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert Dr. Marloes Venema im renommierten Emmy Noether-Programm mit rund 1,4 Millionen Euro. Am Lehrstuhl für IT Security and Cryptography baut die Informatikerin eine unabhängige Nachwuchsgruppe zur digitalen Zugangskontrolle auf. Die Förderung stärkt die Cybersicherheitsforschung und unterstreicht die dynamische Entwicklung der Informatik an der BUW.

Porträtaufnahme von Dr. Marloes Venema. Junge Frau, hellbraunes, lockiges schulterlanges Haar, Brille, blickt lächelnd in die Kamera, trägt ein dunkelrotes Shirt.

Die gebürtige Niederländerin Dr. Marloes Venema erforscht das Thema digitale Zugangskontrolle. // Foto Friederike von Heyden

Digitale Zugangskontrolle bildet eine zentrale Grundlage der Digitalisierung: Sie regelt, wer auf Daten, digitale Identitäten oder kritische Infrastrukturen zugreifen darf und ist unter anderem für intelligente Energienetze, industrielle Automatisierung, digitale Identitäten wie das EUDI-Wallet, Cloud-Anwendungen, das Internet der Dinge und Gesundheitsdaten von großer Bedeutung.

„Die Emmy Noether-Förderung eröffnet mir und meiner Nachwuchsgruppe die Möglichkeit, grundlegende Fragen der digitalen Zugangskontrolle langfristig zu erforschen. Sichere Zugangssysteme sind eine Schlüsseltechnologie der Digitalisierung“, sagt Dr. Marloes Venema. „Ich freue mich darauf, dieses Forschungsfeld gemeinsam mit meinem Team an der Bergischen Universität weiterzuentwickeln.“

Forschung mit weltweiter Wirkung

Bereits heute fließen Ergebnisse von Venemas Forschung in weltweit genutzte Technologien ein. Verfahren, an deren Entwicklung sie maßgeblich beteiligt war, kommen unter anderem bei Cloudflare zum Einsatz, einem der weltweit größten Anbieter von Internetinfrastruktur. Damit profitieren Menschen weltweit indirekt von ihrer Forschung, wenn sie digitale Dienste und Webseiten nutzen.

„Dr. Marloes Venema gehört zu den herausragenden Nachwuchswissenschaftlerinnen der internationalen Kryptographie. Dass sie ihre Emmy Noether-Nachwuchsgruppe an der Bergischen Universität aufbaut, ist eine große Auszeichnung für sie persönlich und stärkt zugleich unseren Forschungsschwerpunkt IT-Sicherheit“, sagt Prof. Dr. Tibor Jager, Inhaber des Lehrstuhls für IT Security and Cryptography. „Die Förderung zeigt, dass die Bergische Universität ein attraktives Umfeld für Spitzenforschung in der Informatik bietet. Die neue Nachwuchsgruppe wird wichtige Impulse für unser Forschungsprofil und zukünftige Verbünde geben.“

Fachkräfte für die digitale Transformation

Die Förderung unterstreicht zugleich die erfolgreiche Entwicklung der Informatik an der BUW. Erst 2018 wurden die Informatikstudiengänge eingerichtet. Innerhalb weniger Jahre haben sie sich zu einem der größten Einzelfächer der Universität entwickelt. Mit den Herausforderungen der Digitalisierung wächst der Bedarf an Fachkräften, die digitale Technologien entwickeln, absichern und verantwortungsvoll gestalten. Die Bergische Universität leistet mit ihren Informatikstudiengängen und ihrer Forschung einen wichtigen Beitrag dazu.

Prof. Dr. Stefan Kirsch, Prorektor für Forschung und Digitales, gratuliert: „Die Förderung von Dr. Marloes Venema ist ein herausragender Erfolg für die Bergische Universität. Sie zeigt, wie erfolgreich wir uns im Wettbewerb um exzellente Wissenschaftler*innen behaupten. Gleichzeitig stärkt die Nachwuchsgruppe ein Forschungsfeld, das für die digitale Transformation unserer Gesellschaft von zentraler Bedeutung ist.“

Wissenschaftliche Exzellenz, internationale Sichtbarkeit und neue Impulse

Die Emmy Noether-Nachwuchsgruppe schafft zudem eine weitere Grundlage für den Ausbau koordinierter Forschungsprogramme der DFG in den Bereichen IT-Sicherheit und zivile Sicherheit. Wissenschaftler*innen wie Dr. Venema bringen dafür wissenschaftliche Exzellenz, internationale Sichtbarkeit und neue Impulse ein.

Der Erfolg der gebürtigen Niederländerin besitzt auch eine wichtige Signalwirkung: Frauen sind in der Informatik nach wie vor deutlich unterrepräsentiert. Als international erfolgreiche Wissenschaftlerin zeigt sie, dass Spitzenforschung in diesem Bereich keine Frage des Geschlechts ist. Ihr Werdegang kann junge Frauen ermutigen, ein Informatikstudium oder eine wissenschaftliche Karriere einzuschlagen.