Mehr Evidenz im Arbeitsschutz?
Der Vortrag
In Zeiten politischer Bestrebungen zur Entbürokratisierung wird der Arbeitsschutz schnell als Ansatzpunkt für Deregulierung identifiziert. Viele der diskutierten bzw. umgesetzten Maßnahmen vermitteln jedoch nicht den Eindruck, evidenzbasiert entwickelt worden zu sein. Dies wirft die Frage auf: Fehlt es hinsichtlich der heutigen Ausgestaltung des Arbeitsschutzes an ausreichender wissenschaftlicher Evidenz – oder wird vorhandene Evidenz nicht ausreichend genutzt?
Das Seminar diskutiert die Bedeutung von Evidenz im Arbeitsschutz aus wissenschaftlicher und praktischer Perspektive. Im Mittelpunkt stehen Fragen wie: Was verstehen wir unter Evidenz im Arbeitsschutz? Wie wird sie generiert? Welche Anforderungen gelten für „gesicherte Evidenz“ im Arbeitsschutz? Wie und wo können wir mehr Evidenz schaffen? Und wenn wir das gewünschte „Mehr an Evidenz“ haben: Was muss geschehen, damit sie wirksam wird?
Prof. Andreas Seidler (Direktor des Instituts und Poliklinik für Arbeits- und Sozialmedizin der TU Dresden) und Dr. David Beck (Leiter der Gruppe 3.2 „Psychische Belastung und Mentale Gesundheit“ der BAuA, Berlin) führen anhand eigener Forschungsarbeiten in die Thematik ein. Anschließend diskutieren sie gemeinsam mit Prof. Hans Martin Hasselhorn (Universität Wuppertal) und den weiteren Teilnehmenden über Chancen, Grenzen und Perspektiven einer stärkeren Evidenzorientierung in der Ausgestaltung des Arbeitsschutzes in Deutschland.
Sie können der Veranstaltung über folgenden Zoom-Link ohne vorherige Anmeldung beitreten:
Zoom-Link:
https://uni-wuppertal.zoom-x.de/j/66755681960?pwd=EtUqSGRfc3VYaJWaXTJXvtxzEqg8z3.1
Meeting-ID: 667 5568 1960
Passwort: 8ZSf4YDH
Termin ICS-Download