Zukunftsforum Demokratie

Impulse von und Gespräche mit Spitzenforscher*innen zu den großen Aufgaben unserer Gesellschaft

Politische Polarisierung, Populismus, Desinformation: Die Demokratie steht vor vielfältigen Herausforderungen. Gleichzeitig hat unsere Gesellschaft große Aufgaben, die konstruktive Zusammenarbeit erfordern, um Krisen zu meistern und unsere Zukunft zu gestalten. Wie also können wir unsere Demokratie bewahren und stärken? Das Rektorat der Bergischen Universität lädt für die neue Veranstaltungsreihe „Zukunftsforum Demokratie“ einmal im Semester eine*n Spitzenforscher*in für Impuls und Gespräch ein.

Das nächste „Zukunftsforum Demokratie“ findet am 15. Januar 2026 um 18 Uhr statt. Dr. Benjamin Limbach, Minister der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen, spricht über das Thema "Demokratie und Rechtsstaat". 

Dr. Benjamin Limbach: Demokratie und Rechtsstaat

NRW-Justizminister Dr. Benjamin Limbach

Donnerstag, 15.01.2026, 18 Uhr. Johannes-Rau-Zentrum, Rainer-Gruenter-Str. 5, 42119 Wuppertal. Da die Zahl der Sitzplätze im Johannes-Rau-Zentrum begrenzt ist, bitten wir unter verbindliche Anmeldung unter dem Link https://uni-w.de/wplt0

Diese Veranstaltung des "Zukunftsforum Demokratie" findet statt in Kooperation mit dem Landgericht Wuppertal. 

Demokratie und Rechtsstaat bedingen einander: Ohne Demokratie kein Rechtsstaat, ohne Rechtsstaat keine Demokratie. Die Bindung staatlicher Gewalt an Gesetz und Recht zählt zu den größten zivilisatorischen Errungenschaften der Neuzeit. Doch was lange als selbstverständlich galt, wird heute auch in demokratischen Gesellschaften zunehmend infrage gestellt. 75 Jahre nach Gründung der Bundesrepublik zeigt sich das politische System bemerkenswert stabil. Dennoch ist es Zeit, über den Rechtsstaat als Fundament der Demokratie zu sprechen: Wie verstehen wir ihn in einer Zeit des raschen gesellschaftlichen und politischen Wandels? Wie schützen wir ihn vor extremistischen Bedrohungen? Und was müssen wir ändern, um Vertrauen zu bewahren? Zu diesen Fragen spricht Dr. Benjamin Limbach, Minister der Justiz, aus justiz- und rechtspolitischer Perspektive.

Dr. Benjamin Limbach studierte Rechtswissenschaften an der Universität Bonn und legte sein Rechtsreferendariat von 1997 bis 1999 beim Landgericht Bonn ab. Er promovierte zum Thema "Der drohende Tod als Strafverfahrenshindernis". Nach einer Tätigkeit als Richter am Verwaltungsgericht Köln übernahm er ab 2003 Leitungsaufgaben im Justizministerium Nordrhein-Westfalen, war von 2014 bis 2020 Direktor der Fachhochschule für Rechtspflege Nordrhein-Westfalen – heute Hochschule der Justiz NRW – und Leiter des Ausbildungszentrums der NRW-Justiz sowie ab 2020 Präsident der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung. Seit Juni 2022 ist er Minister der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen. Foto: Justiz NRW

Prof. Dr. h.c. Jutta Allmendinger, Ph.D.: Demokratie und Gleichstellung

In den vergangenen Jahrzehnten hat unsere Gesellschaft wichtige Fortschritte in Richtung Gleichstellung erzielt – doch derzeit seien vermehrt Stillstand und gar Rückschritte zu beobachten, warnte die renommierte Soziologin Prof. Dr. h.c. Jutta Allmendinger, Ph.D. am 27. Mai 2025 im „Zukunftsforum Demokratie“. Gleichstellung und Vielfalt stünden unter Druck, so die Professorin für Bildungssoziologie und Arbeitsmarktforschung an der Humboldt-Universität zu Berlin und langjährige Leiterin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung: „Wir müssen sehr aufpassen, was sich hier wieder zu manifestieren beginnt.“

Einen Bericht über die Veranstaltung lesen Sie hier.

Prof. Dr. Rainer Forst: Demokratie und Toleranz

Die neue Veranstaltungsreihe ist am 20. November 2024 mit einem Impuls von Leibniz-Preisträger Prof. Dr. Rainer Forst im Johannes-Rau-Zentrum gestartet. Der Professor für Politische Theorie und Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt sprach darüber, wie Demokratie und Toleranz miteinander verwoben sind – ein Thema, das angesichts der aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen besondere Bedeutung hat.

Einen Bericht über seinen Impuls lesen Sie hier.