Die Dr. Jörg Mittelsten Scheid-Gastprofessur an der Bergischen Universität

Die vom Wuppertaler Unternehmer Dr. Dr. h.c. Jörg Mittelsten Scheid anlässlich seines 80. Geburtstages gestiftete Gastprofessur wird über einen Zeitraum von zehn Jahren an den unterschiedlichen Fakultäten der Bergischen Universität vergeben. Neben der Universität bedachte der Unternehmer bei der Spendenvergabe im Juni 2016 den Zoo-Verein, die Wuppertalbewegung sowie Kindertal.

Bisherige Gastprofessoren waren der Mittelalterforscher Prof. Dr. Dr. h.c. Agostino Paravicini Bagliani, der indisch-englische Schriftsteller, Essayist und Gesellschaftstheoretiker Pankaj Mishra, der Marketingforscher Prof. Bernd Schmitt sowie der niederländische Mathematiker Prof. Wil Schilders.

Von April bis Oktober 2021 ist Prof. Enriqueta Llabres-Valls Inhaberin der fünften Dr. Jörg Mittelsten Scheid-Gastprofessur. Sie ist zu Gast an der Fakultät für Architektur und Bauingenieurwesen.

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Eine Übersicht aller bisherigen Dr. Jörg Mittelsten Scheid-Gastprofessor*innen an der Bergischen Uni finden Sie hier.

Zu Gast im Sommersemester 2021: Prof. Enriqueta Llabres-Valls

Prof. Enriqueta Llabres-Valls lehrt an der Fakultät für Architektur und Bauingenieurwesen

Wie beeinflussen neue Technologien die Architektur und den Städtebau? Das ist eine der zentralen Fragen, mit denen sich Prof. Enriqueta Llabres-Valls beschäftigt. Die in London lebende und an der Bartlett School of Architecture lehrende Architektin ist – von April bis Oktober 2021 – Inhaberin der fünften „Dr. Jörg Mittelsten Scheid-Gastprofessur“ an der Bergischen Universität Wuppertal.

Enriqueta Llabres-Valls hat bereits am renommierten Berlage-Institut in Rotterdam und an der Harvard Graduate School of Design gelehrt. An der Londoner Bartlett School leitet sie aktuell das Master-Programm im Bereich Städtebau. Im Rahmen ihrer Ausbildung widmete sich die Architektin immer wieder der Beziehung zwischen Technologien, Innovation, Kultur und Ökologie sowie deren Einfluss auf die Entwicklung und Gestaltung der gebauten Umwelt. Daraus resultierte, in Zusammenarbeit mit dem Bauingenieur Eduardo Rico, die Gründung des Design-Ansatzes „Relational Urbanism“, der auf der Annahme basiert, dass Lebensräume von verschiedenen Akteur*innen bewertet und jeweils unterschiedlich genutzt werden wollen. In der Praxis sollen entsprechende Designmethoden dazu beitragen, dieses Spannungsfeld aus sozialen, ökologischen, technischen und politischen Herausforderungen bestmöglich zu gestalten, woraus sich ein Prozess ergibt, der die Symbiose von Architektur und ihrer Umgebung anstrebt. Ihre Arbeiten stellt sie weltweit aus und hat dafür bereits zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Zu Gast an der Fakultät für Architektur und Bauingenieurwesen will sie das Konzept „Relational Urbanism“ nun auch Studierenden der Bergischen Universität näherbringen.

Während ihrer Gastprofessur wird Enriqueta Llabres-Valls aber nicht nur Masterstudierende im Rahmen ihrer Lehrveranstaltung betreuen. Um Interessierten den Austausch mit ihr zu ermöglichen, sind drei öffentliche Veranstaltungen mit anschließender Diskussion geplant. Veranstaltungssprache ist Englisch.

Ein erster Überblick:

  • 18.05.2021 – „Relational Urbanism. A Tacit approach to Territorial practice“
    (18 Uhr, Veranstaltung über Zoom)
  • 29.06.2021 – „Bending Architectural Thinking“
    (18 Uhr, Veranstaltung über Zoom)
  • 12.10.2021 – „Relational Urbanism. Encoding and decoding patterns of Planetary Urbanization.“
    (18 Uhr, geplant als Präsenzveranstaltung an der Bergischen Universität)

Die Zugangsdaten für die Zoom-Veranstaltungen werden frühzeitig bekannt gegeben über den Instagram-Kanal der Fachschaft Architektur (@fsarchbuw) sowie über die Webseite der Fakultät (https://www.arch.uni-wuppertal.de/de/news.html).

Möglich ist der Aufenthalt von Professor Enriqueta Llabres-Valls in Wuppertal dank Dr. Dr. h.c. Jörg Mittelsten Scheid: Der Wuppertaler Unternehmer hatte der Universität anlässlich seines 80. Geburtstages 500.000 Euro zur Einrichtung einer Gastprofessur gestiftet. Sie soll über einen Zeitraum von zehn Jahren einmal jährlich und in jeder Fakultät einmal vergeben werden.

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