BUW in Top 10 der OER-Generierung

17.02.2026|13:11 Uhr|André Urban

Die Bergische Universität Wuppertal gehört bei offenen Bildungsmaterialien zur NRW‑Spitzengruppe: Aktuell sind 221 Open Educational Resources (OER) von Angehörigen der BUW über den zentralen Suchindex OERSI auffindbar und damit bundesweit sichtbar.

Starker Platz im ORCA.nrw‑Vergleich

Mit ihren 221 OER belegt die Bergische Universität Wuppertal Rang sechs unter den 36 Trägerhochschulen des Landesportals ORCA.nrw. Der Mittelwert liegt bei 207 OER pro Hochschule; gleichzeitig gibt es Einrichtungen ohne nachweisbare OER im OERSI und eine Hochschule mit 4.844 OER. Vor diesem Hintergrund zeigt sich: Die BUW ist bei offenen Lehrmaterialien nicht nur gut dabei, sondern bereits im oberen Feld etabliert.

Vielfältige Fächer, Formate und Lizenzen

Die an der BUW veröffentlichten OER decken ein breites Fächerspektrum von Mathematik und Naturwissenschaften über Ingenieurwissenschaften bis hin zu Geistes‑ sowie Rechts‑, Wirtschafts‑ und Sozialwissenschaften ab. Besonders häufig sind fachübergreifende Materialien, die sich flexibel in unterschiedlichen Lehr‑Lern‑Settings einsetzen lassen. Lehrbücher, Skripte, Nachschlagewerke, Arbeitsmaterialien, Kurse und Präsentationen bilden dabei das Rückgrat des OER‑Portfolios, ergänzt um Videos und weitere Formate. Den rechtlichen Rahmen bilden offene Creative‑Commons‑Lizenzen, mit denen Lehrende klar regeln, wie ihre Materialien genutzt, bearbeitet und weitergegeben werden dürfen.

Gute Auffindbarkeit über den OERSI

Grundlage des OER‑Reports sind alle Materialien, die im Open Educational Resources Search Index (OERSI) nachgewiesen werden. Dieser Suchindex aggregiert fast 60 nationale und internationale OER‑Repositorien mit Hochschulbezug und setzt auf ein gemeinsames Metadatenprofil, sodass Materialien gezielt nach Fachgebiet, Materialart, Sprache und Lizenz filterbar sind. OER, die ausschließlich auf individuellen Webseiten liegen, ohne an einen dieser Dienste angebunden zu sein, werden dagegen nicht erfasst – wer Materialien professionell sichtbar machen möchte, sollte daher auf OERSI‑angebundene Plattformen setzen.

Warum OER für die Lehre an der BUW interessant sind

OER ermöglichen es Lehrenden, Materialien rechtssicher zu teilen, anzupassen und für die eigene Lehre weiterzuentwickeln. Statt bei Null zu beginnen, können vorhandene, offen lizenzierte Lehrbücher, Skripte oder Kursbausteine übernommen, auf die eigene Veranstaltung zugeschnitten und wiederum als OER bereitgestellt werden. Davon profitieren Studierende, die auf qualitativ hochwertige, frei zugängliche Materialien zugreifen können, ebenso wie Lehrteams, die gemeinsam an Lehr‑Lern‑Ressourcen arbeiten und diese über Fächergrenzen hinweg nutzen.

Wie es weitergeht – und wie Sie mitmachen können

Der jährliche OER‑Report von ORCA.nrw bietet der BUW eine solide Basis, um die eigene Entwicklung im Bereich offener Lehrmaterialien zu beobachten und gezielt weiter auszubauen. Lehrunterstützende Einrichtungen können auf dieser Grundlage Schwerpunkte identifizieren, etwa Fachbereiche mit bereits vielen OER oder Bereiche, in denen bislang wenig veröffentlicht wird. Gleichzeitig steht die Geschäftsstelle des Landesportals ORCA.nrw Hochschulen beratend zur Seite, wenn es darum geht, OER‑Strategien, Policies oder Unterstützungsangebote aufzubauen.

Wenn Sie eigene Materialien als OER veröffentlichen möchten oder Fragen zu offenen Lizenzen, geeigneten Repositorien und didaktischen Einsatzszenarien haben, wenden Sie sich gerne an den UniService Digitalisierung in der Lehre (aurban@uni-wuppertal.de) – gemeinsam machen wir die Lehre an der Bergischen Universität Wuppertal noch offener und sichtbarer.