Ausbau der Bergischen Universität ab 2015

2015

Mit Rundschreiben vom 5. Januar danken Rektor und Kanzler allen Mitgliedern der Universität für ihren Einsatz für zwei ausgeglichene Jahresabschlüsse. Auch aufgrund modifizierter gerechterer Verteilungskriterien stehe der Bergischen Universität im neuen Jahr (mit der höchsten Steigerung aller NRW-Universitäten von 23% Überperformance gegenüber dem Soll) ein Haushaltszuwachs von 1,8 Mio. Euro aus der Leistungsorientierten Mittelvergabe (LOM) zur Verfügung.

Dank zwei bzw. drei „Plusstunden“ ist die Universitätsbibliothek ab dem 6. Februar am Campus Grifflenberg auch am Freitag und Samstag bis 22 Uhr geöffnet.

10. März: Rund 1.500 Physikerinnen und Physiker bei der DPG-Tagung zu Gast an der Bergischen Universität Wuppertal.

Vom 9. bis 13. März fand an der Bergischen Universität eine Tagung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) mit rund 1.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Bereichen Teilchenphysik, Astrophysik, Medizinphysik, Didaktik der Physik und Beschleunigerphysik statt.

Der Wuppertaler Physikdidaktiker Prof. Dr. Johannes Grebe-Ellis wurde am 14. März zum Leiter des Fachverbands Didaktik der Physik in der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) gewählt.

Michael Fahlenbock, Akademischer Direktor im Fach Sportwissenschaft, wurde am 27. April zum neuen Präsidenten des Deutschen Sportlehrerverbandes DSLV gewählt. Die rund 10.000 DSLV-Mitglieder sind akademisch ausgebildete Sportlehrkräfte, die an Schulen, an Lehrerausbildungseinrichtungen, an Hochschulen und in Fachverbänden unterrichten. Der DSLV ist Herausgeber der „Zeitschrift Sportunterricht“, der auflagenstärksten Monatsschrift zur Wissenschaft und Praxis des Sports.

„40 Jahre Wuppertaler Sicherheitstechnik“: Am 27. und 28. Mai waren rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem In- und Ausland nach Wuppertal gekommen, um das 40-jährige Bestehen der Sicherheitstechnik an der Bergischen Universität zu feiern; seit 1975 haben nahezu 2.000 Absolvent/innen ihren Berufsweg begonnen.

Seit dem 16. Juni kann man sich alle wichtigen Informationen über die Bergische Universität Wuppertal direkt aufs Handy laden. Die App wurde entwickelt vom Zentrum für Informations- und Medienverarbeitung in Zusammenarbeit mit der Universitätskommunikation.

Studierende und Beschäftigte der Universität setzen sich gemeinsam mit einer Initiative  für Flüchtlinge ein, die in Wuppertal Zuflucht oder Heimat suchen: Dazu fand am 23. Juni die erste Informationsveranstaltung statt. Zum Vorlesungsbeginn am 19. Oktober begrüßte die Bergische Universität dann rund 20 Gaststudierende, die als Flüchtlinge nach Wuppertal gekommen sind und zum ersten Mal ihre ehrenamtlichen Coaches – Studierende und wissenschaftlich Beschäftigte der Bergischen Universität - trafen. Im Rahmen des Programms „IN TOUCH Wuppertal“ bietet die Bergische Universität ‪Flüchtlingen‬‬‬‬‬‬‬ mit akademischem Hintergrund die Möglichkeit, als Gaststudierende an Lehrveranstaltungen teilzunehmen. ‬

Die Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern zu verbessern ist das Ziel der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“, die von Bund und Ländern ins Leben gerufen wurde; nachdem im März 2015 das Projekt „Kohärenz in der Lehrerbildung“ als förderwürdig eingestuft wurde, erhielt die Universität am 6. August den Bewilligungsbescheid: Das Wuppertaler Projekt wird vom Bundesbildungsministerium zunächst bis Ende 2018 mit 4,8 Millionen Euro gefördert.

Am 30. August holt sich die Speerwerferin Katharina Molitor (Studentin an der Bergischen Universität, Sport und Sozialwissenschaften) mit der Weltjahresbestleistung von 67,69 Meter die Goldmedaille bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Peking.

Auf der Konferenz der Kanzler der Universitäten des Landes am 9. November in Hagen wurde der Wuppertaler Uni-Kanzler Dr. Roland Kischkel zum Sprecher der Kanzler der Universitäten des Landes NRW gewählt.

Der Promotionspreis 2015 der Landesvertretung Nordrhein-Westfalen des Verbands der Elektrotechnik, Elektronik, Informationstechnik e.V. (VDE) wird am 25. November an Dr.-Ing. Morteza Fakhri verliehen. Er schloss seine Promotion 2014 an der Bergischen Universität mit Auszeichnung ab.

Der Nobelpreisträger für Chemie 2014, Prof. Dr. Stefan Hell, hält am 26. November an der Bergischen Universität einen Vortrag mit dem Titel „Lichtblicke in die Nanowelt“ vor rund 700 Zuhörerinnen  und Zuhörern; mit der von ihm entwickelten STEDMethode (Stimulated Emission Depletion) gelang der Vorstoß in den Nanobereich der hochauflösenden Lichtmikroskopie.

20. Januar 2016: Symbolische Grundsteinlegung für das Johannes Rau-Zentrum.
Foto: Sebastian Jarych

2016

An der Bergischen Universität findet am 20. Januar – vier Tage nach dem 85. Geburtstag von Johannes Rau (1931-2006) – im Beisein von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft sowie Christina Rau die symbolische Grundsteinlegung für das Johannes Rau-Zentrum statt. Dessen Mittelpunkt wird die ehemalige persönliche Bibliothek Raus mit ca. 20.000 von ihm persönlich zusammengetragenen Bänden sein.

Am 27. Januar wird zum ersten Mal wird die Ehrenmedaille der Universität verliehen: Die Auszeichnung erhält Gerd Scholz, langjähriger Vorsitzender der „Zentralen Qualitätsverbesserungskommission“ an der Bergischen Universität sowie Vorsitzender des Verwaltungsrates des Hochschul-Sozialwerks Wuppertal.

Dr. Roland Kischkel wird am 1. Februar für drei Jahre zum Sprecher der Kanzlerinnen und Kanzler aller NRW-Universitäten gewählt.

Der Altrektor der Bergischen Universität Wuppertal, Professor Emeritus Dr. Dr. h.c. Siegfried Maser verstirbt am 10. März im Alter von 77 Jahren. Siegfried Maser war ein allseits hochgeschätzter Mensch, der der Bergischen Universität seit ihren Anfangsjahren richtungsweisende Impulse gab und die Fakultät für Design und Kunst sowie besonders die Abteilung Industrial Design maßgeblich prägte.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) richtet zum 1. April 2016 das Graduiertenkolleg „Dokument – Text – Edition“ an der Bergischen Universität Wuppertal ein. Wie die 15 weiteren Graduiertenkollegs deutschlandweit wird es zunächst viereinhalb Jahre lang gefördert. Die 16 neuen Graduiertenkollegs erhalten in dieser Zeit insgesamt etwa 72 Millionen Euro.

Am 21. Juli wird der Sozialpädagoge Prof. Dr. Heinz Sünker (68) mit der „Rudolf-Carnap-Senior-Professur“ ausgezeichnet. Die Bergische Universität verleiht diesen Titel an Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer, die während ihrer Dienstzeit das Profil der Universität in besonderem Maße geprägt haben und bereit sind, sich im Ruhestand – für zunächst drei Jahre – in fachübergreifende Forschungs- und Internationalisierungsprojekte einzubringen.

Uwe Leinung (rechts, BLB-Projektverantwortlicher) zeigt Uni-Rektor Prof. Koch, NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze und dem Wuppertaler Oberbürgermeister Andreas Mucke das Treppenhaus der neuen Gebäude V/W auf dem Campus Grifflenberg.
Foto Sebastian Jarych

Wissenschaftsministerin Svenja Schulze stellt am 23. August bei einem Besuch an der Universität die Investitionen des Landes im Hochschulbereich in Wuppertal (Bergische Universität Wuppertal, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie, Johannes-Rau-Zentrum/Bibliothek sowie Hochschulsozialwerk) vor.

Die IHK Wuppertal-Solingen-Remscheid zeichnet am 13. September die besten Auszubildenden (2015/2016) aus: Jonathan Hunscher, ausgebildet zum Fachinformatiker im Zentrum für Informations- und Medienverarbeitung (ZIM) der Bergischen Universität, wird als einer der besten geehrt.

Auf dem Campus Freudenberg wird am 27. September der Neubau FMM mit 1.500 m2 Nutzfläche für das Institut für Bildungsforschung (IfB) eröffnet.

Die Ehrendoktorwürde der TU Košice wird am 4. Oktober an Prof. Dr. Lambert T. Koch, Rektor der Bergischen Universität Wuppertal verliehen.

Wissenschaftsministerin Schulze und Schulministerin Löhrmann geben am 24. Oktober bei ihrem Besuch an der Hochschule bekannt, dass die Förderung des Wuppertaler Modells der kooperativen Lehrerausbildung für gewerblich-technische Fächer an Berufskollegs weiterhin gesichert ist.

Mit Unterzeichnung der „Hochschulvereinbarung NRW 2021“ am 26. Oktober ist die Finanzierung der Hochschulen durch das Land für fünf Jahre geregelt.

26. Oktober 2016: Nach dem Semesterstart 2016/17 sind nunmehr rund 21.700 Studierende eingeschrieben, damit hat die Bergische Universität seit 2011 10.000 zusätzliche Studienplätze geschaffen.

Der Wuppertaler Romanist und Prodekan der Fakultät für Geistes- und Kulturwissenschaften Prof. Dr. Matei Chihaia übergibt Ernesto Cardenal die Urkunde.

2017

Am Campus Haspel wird am 8. Februar der Neubau HC (Architektur und Bauingenieurwesen) eröffnet, nach 25 Jahren endet damit die Nutzung der anliegenden Pauluskirche als Hörsaal.

Am 4. März wird Ernesto Cardenal, Dichter und ehemaliger Kulturminister Nicaraguas, in einer Festveranstaltung die Ehrendoktorwürde verliehen.

Nach 2011 und 2014 wird Rektor Lambert Koch drittmalig zum „Rektor des Jahres“ (DHV) gewählt, die feierliche Preisübergabe erfolgt am 3. April in Berlin.

Der Neubau V und W (Biologie, Chemie, Maschinenbau und Sicherheitstechnik) wird am 5. Juli zum Bezug übergeben.

Fragen der Forschung über und mit Blickbewegungen standen vom 20. bis 24. August im Mittelpunkt der „European Conference on Eye Movements“ an der Bergischen Universität, Rund 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen aus aller Welt nach Wuppertal, neben den EU-Staaten vor allem aus den USA und Kanada, aber auch aus China und Russland.

Foto NSF/LIGO/Sonoma State University/A. Simonnet

Mit erstmals sieben Mitglieder tritt der Hochschulrat, das oberste Aufsichts- und Beratungsorgan der Universität, am 1. September seine dritte Amtszeit an, neu im Amt sind Prof. Dr. Heike Faßbender (TU Brauschweig) und Prof. Dr. Karl-Heinz Kampert (Fakultät für Mathematik und Naturwissenschaften).

Astroteilchenphysiker der Bergischen Universität haben zur Lösung eines 50 Jahre alten Rätsels der kosmischen Strahlung beigetragen. Die Ergebnisse der Arbeit erscheinen am 22. September im renommierten Science Magazin. Beobachtungen der Pierre-Auger-Kollaboration belegen, dass kosmische Strahlung mit Energien, millionenfach größer als die der im Large Hadron Collider des CERN beschleunigten Protonen, aus entfernten Regionen des Universums jenseits unserer Galaxie stammen.

Annette Storsberg, seit Ende Juni Staatssekretärin im NRW-Ministerium für Kultur und Wissenschaft, überreichte bei ihrem Antrittsbesuch am 26. September Uni-Kanzler Dr. Roland Kischkel die Ernennungsurkunde für seine zweite Amtszeit. Kischkel war zuvor von der Hochschulwahlversammlung der Universität für weitere vier Jahre in seinem Amt bestätigt worden, seine zweite Amtszeit begann am 1. Oktober.

Dr. Joachim Studberg
archiv{at}uni-wuppertal.de