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54. Sitzung des Hochschulrats

Die Sitzung fand am 23. November 2020 statt. Die vollständige Tagesordnung ist auf der Internetseite der Bergischen Universität nachzulesen. Hier die wichtigsten Punkte:

 

Begrüßung von Frau Prof. Casale
Zunächst begrüßte der Vorsitzende Frau Prof. Casale herzlich als neues internes Mitglied des Hochschulrats. Frau Prof. Casale stellte sich ihrerseits der Runde vor.


Informelles Gespräch mit den Vertreter*innen der beiden Personalräte sowie dem Beauftragten für Studierende mit Behinderung oder chronischer Erkrankung
Der Hochschulrat tauschte sich mit den Vertreter*innen der Personalräte insbesondere über die Beschäftigungsbedingungen an der Hochschule, bspw. mit Blick auf Befristungen sowie Arbeitszeit und Arbeitszufriedenheit aus. Herr Dr. Kotthaus schilderte seine Tätigkeit u.a. hinsichtlich der Bearbeitung von Nachteilsausgleichsanträgen von Studierenden mit Behinderung oder chronischer Erkrankung, bei denen sich die Bearbeitungszeit deutlich erhöht habe.


Prognose für den Jahresabschluss (GuV) 2020

Der Hochschulrat nahm die Prognose für den Jahresabschluss (GuV) 2020 nach dem Stand vom September 2020 mit einem Jahresüberschuss von 16.562.300 € zustimmend zur Kenntnis.


Wirtschaftsplan für das Jahr 2021 und mittelfristige Wirtschaftsplanung für die Jahre 2021 bis 2025
Der Hochschulrat stimmte dem Wirtschaftsplan der Bergischen Universität Wuppertal für das Jahr 2021 mit einem geplanten Jahresüberschuss von 11.172.000 € zu und nahm die mittelfristige Wirtschaftsplanung für die Jahre 2021 bis 2025 zustimmend zur Kenntnis.


Quartalsbericht III/2020 unter Berücksichtigung der Implikationen der Corona-Pandemie und der Maßnahmen an der Bergischen Universität
Die Rektoratsmitglieder gingen im Quartalsbericht wie auch im Risikobericht insbesondere auf die Herausforderungen der Corona-Pandemie in den jeweiligen Bereichen ein. So müsse das Wintersemester – anders als ursprünglich geplant und als Reaktion auf die aktuellen Entwicklungen – weitgehend digital ablaufen. Die Entwicklungen rund um den Semesterbeginn seien kommunikativ eng begleitet worden. Im Bereich der Studierendenzahlen konnte die Universität trotz der Einschränkungen das Niveau von insgesamt rund 23.000 Studierenden halten. Herr Prof. Frommer betonte, dass es erfreulicherweise möglich sein werde, alle vorgesehenen Prüfungen in Präsenz durchzuführen.

Des Weiteren ging das Rektorat auf die positiven Entwicklungen in den Bereichen Lehre, Forschung, Transfer, Gleichstellung und Diversität sowie Haushalt und Infrastruktur ein. Beispielhaft sei hier etwa die Landesförderung für das Projekt „Women Entrepreneurs in Science“ genannt, mit dem die BUW die Unterstützung von Gründerinnen aus den Hochschulen in NRW im Rahmen eines landesweiten verantwortlichen Hubs vorantreiben möchte. Erfreulich war im Berichtszeitraum auch die offizielle Einweihung der Skulptur „Zum Licht“ von Tony Cragg mit Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen. Im Bereich Transfer wurden zahlreiche Angebote erfolgreich auf digitale Formate umgestellt. Im Hinblick auf die Internationalisierung waren unter anderem die Mobilitätszahlen sowie Drittmitteleinwerbungen im Fokus des Berichtes. Der Kanzler erläuterte neben der Finanzsituation auch drei große geplante Anmietungsprojekte der Universität.


Ergebnisse der Revisionsprüfungen zur Umsetzung der EU-Daten-schutzgrundverordnung sowie zur Einstellung von Hilfskräften

Der Kanzler erläuterte, der Prüfungsbericht zur DSGVO bringe eine konzeptionelle Differenz zum Ausdruck, aufgrund derer das Rektorat sich zu einer „Re-Evaluation“ entschlossen habe. Gegenstand solle die Frage sein, ob die Organisation des Datenschutzes an der Bergischen Universität unter den spezifischen Randbedingungen einer Universität sachgerecht sei und den Anforderungen der DSGVO entspreche.

Der Hochschulrat nahm die Bewertung des Rektorates zum Ergebnis der Revisionsprüfung zur Umsetzung der EU-Datenschutzgrundverordnung zustimmend zur Kenntnis und befürwortete die Re-Evaluation durch eine*n externe*n Sachverständige*n.

Der Hochschulrat nahm zudem die Umsetzungsvorschläge des Kanzlers zu den Empfehlungen der Revisionsprüfung zur Beschaffung im Rahmen von „Einstellung von Hilfskräften“ zustimmend zur Kenntnis.


Amtsperiode des Rektorates, insbesondere Amtsperiode des Kanzlers
Der Hochschulrat nahm mit Bedauern die Absichtserklärung des Rektors zur Kenntnis, für eine weitere Amtszeit nicht zur Verfügung zu stehen.

Der Hochschulrat erklärte sich unter diesen Umständen in seiner Eigenschaft als Teilgremium der Hochschulwahlversammlung mit einem zeitlichen Zurückstellen des Verfahrens für die Wahl der Kanzlerin / des Kanzlers einverstanden und fordert den amtierenden Kanzler auf, das Amt gemäß § 20 Abs. 4 HG auch über das Ende der derzeitigen Amtszeit (30. September 2021) hinaus auszuüben.

Der Hochschulrat geht in diesem Fall davon aus, dass das Verfahren für die Wahl der Kanzlerin / des Kanzlers zeitnah zum Beginn der Amtszeit eines neu zu wählenden Rektorates (1. September 2022) eröffnet werden wird und die Phase der sich verlängernden Amtszeit des Kanzlers nicht später als am 30. September 2023 endet.
 

Digitalisierung und IT-Sicherheit an der Bergischen Universität
Das Rektorat informierte den Hochschulrat zum Sachstand hinsichtlich der Digitalisierung und der IT-Sicherheit an der Universität. Nach den Angriffen auf die IT-Systeme verschiedener, auch benachbarter Universitäten habe die BUW einen sog. Penetrationstest bei einem externen Dienstleister in Auftrag gegeben, der aus Sicht der Universität erfolgreich verlaufen sei. Darüber hinaus gebe es neue Überlegungen hinsichtlich der Verortung eines IT-Sicherheitsbeauftragten, die in Kürze auch mit dem neuen Leiter des Zentrums für Informations- und Medienverarbeitung besprochen werden sollen.
 
Verwendung und Verausgabung von Programmitteln

Der Hochschulrat und das Rektorat diskutierten kritisch über die Rüge des Bundesrechnungshofs hinsichtlich der Verausgabung von Hochschulpaktmitteln durch die Universitäten. Hierzu wurde die Lektüre des Artikels „Informiert urteilen“ von Herrn Prof. Koch in „Forschung und Lehre“ empfohlen, in der er die Hintergründe dieser Kritik und Gründe für die Nichtverwendung der Mittel darlegt (vgl.: https://www.presse.uni-wuppertal.de/fileadmin/presse/news/2020/11/Forschung_und_Lehre.pdf).