Organisation & Planung

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Ob Sie für die Einreise in Deutschland ein Visum benötigen, hängt von Ihrer Staatsangehörigkeit ab.

Wenn Sie einem EU-Staat angehören, benötigen für die Einreise in die Bundesrepublik Deutschland kein Visum. Hier ist lediglich die Anmeldung im Einwohnermeldeamt bei einem Aufenthalt über 3 Monaten nötig.

Wenn Sie einem Nicht-EU-Staat angehören, sind Sie für ein Aufenthalt in Deutschland grundsätzlich visumpflichtig. Je nach Länge und Art Ihres Aufenthaltes gibt es verschiedene Visa-Typen. Weitere Informationen finden Sie auf den Webseiten des Auswärtigen Amts: Staatenliste zur Visumspflicht

Ausnahmen zur Visumspflicht besteht, wenn Sie eine der folgenden Staatsangehörigkeiten besitzen: Australien, Israel, Japan, Kanada, Neuseeland, Schweiz, Südkorea und USA. Bei Staatsangehörigen dieser Länder ist eine visumfreie Einreise nach Deutschland möglich, auch für langfristige Aufenthalte. Nach maximal 3 Monaten ist die Aufenthaltserlaubnis bei der Ausländerbehörde zu klären.

Bei Kurzaufenthalten besteht keine Visumspflicht, wenn Sie eine der folgenden Staatsangehörigkeiten besitzen: Brasilien, Chile, Kroatien, Serbien sowie die oben genannten Länder. Allerdings dürfen Sie während des Aufenthaltes in Deutschland keine Erwerbstätigkeit ausgeüben.

Forschervisum

Das Forschervisum ist für Forschende aus Nicht-EU-Staaten, die einen Aufenthalt von mehr als drei Monaten in Deutschland planen.

Als internationale Wissenschaftler*in sollten Sie ein Forschervisum beantragen. Mit diesem wird Ihnen gleichzeitig ein Aufenthaltstitel zum Zweck der Forschung erteilt.

Die Bergische Universität Wuppertal ist beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) als anerkannte Forschungseinrichtung registriert. Daher können wir unter bestimmten Voraussetzungen eine Einreise mit dem Forschervisum anbieten.

Für die Beantragung des Forschervisums benötigen Sie folgende Unterlagen:

  • Aufnahmevereinbarung (siehe Download Center) zur Durchführung eines Forschungsvorhabens mit der Bergischen Universität Wuppertal
  • Erklärung der Forschungseinrichtung, dass Kosten öffentlicher Stellen übernommen werden
  • ausreichenden Krankenversicherungsschutz
  • gesicherten Lebensunterhalt (Nachweis über aktuell rund 1.800,00 € netto/Monat)

Bitte informieren Sie sich bei der zuständigen Behörde in Ihrem Heimatland im Vorfeld genau über die jeweiligen Visa-Bestimmungen, Abläufe und benötigte Dokumente/Formulare, da diese je nach Ursprungsland variieren können. In einigen Ländern wird beispielsweise eine Visa-Gebühr erhoben.

Weitere Information zum Prozedere finden Sie unter "Aufnahmevereinbarung (Hosting Agreement)" (siehe unten).

Nationale Visum

Das Nationale Visum ist für für Aufenthalte in Deutschland, die länger als 3 Monat dauern.

  • Es ist u.a. für Aufenthalte zum Zweck der Erwerbstätigkeit geeignet
  • Der Aufenthalt ist nur in der Bundesrepublik Deutschland möglich
  • Reisemöglichkeit im Schengenraum bis zu einer Dauer von max. 3 Monaten im Halbjahr sind möglich
  • Der Aufenthaltszweck/ zulässige Erwerbstätigkeit wird im Visum angegeben
  • Nach Einreise in Deutschland muss das Nationale Visum in einen elektronischen Aufenthaltstitel (eAT) umgeschrieben werden

Da die Bearbeitung Ihres Antrags einige Zeit dauern kann, sollte die Antragstellung frühzeitig (2 bis 3 Monate vor Einreise) und persönlich erfolgen.

Das Nationale Visum wird meistens für einen Zeitraum von drei Monaten ausgestellt. Für die Zeit danach müssen Sie in Deutschland bei der lokalen Ausländerbehörde eine Aufenthaltserlaubnis beantragen. 

Weitere Informationen finden Sie hier.

Schengen-Visum

Das Schengen-Visum ist für kürzere Aufenthalte, die unter 3 Monaten dauern, kann es eine Alternative sein, da Sie hiermit auch in weitere Schengen-Staaten (Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Island, Italien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien und Ungarn) reisen können.

Das Schengen-Visum eignet sich hauptsächlich für (touristische) Besuche und kurze Geschäftsreisen.

Achtung: Wenn Sie vorhaben, länger als 3 Monate in Deutschland zu bleiben, dürfen Sie auf keinen Fall mit einem Schengen-Visum einreisen, da es nicht verlängert werden kann und Sie nach 3 Monaten wieder ausreisen müssen!

Aufnahmevereinbarung (Hosting Agreement)

Die Aufnahmevereinbarung ist ein privatrechtlicher Vertrag und dient der zügigen Erlangung eines Visums und späteren Aufenthaltstitels als Forscher*in (§ 18d Aufenthaltsgesetz-AufenthG). Das Erfordernis der Vorlage eines Einladungsschreibens oder Arbeitsvertrags sowie der Zustimmung der örtlichen Ausländerbehörde und einer Arbeitsmarktprüfung entfällt in diesem Verfahren.

Als durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) anerkannte Forschungseinrichtung kann die Bergische Universität Wuppertal eine Aufnahmevereinbarung mit Forscher*innen aus Nicht-EU-Staaten abschließen, was insbesondere bei einer geplanten Einstellung als wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in zu empfehlen ist. Weitere Informationen bieten die Seiten des BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge).

Gemäß § 38a Abs. 5 AufenthV ist die Bergische Universität nach Abschluss einer Aufnahmevereinbarung verpflichtet, dem BAMF unverzüglich eine Beendigung des Betreibens von Forschung sowie Änderungen anzuzeigen (siehe Merkblatt Anzeige- und Mitteilungspflichten von Forschungseinrichtungen im Download Center).

Das Formular der Aufnahmevereinbarung finden Sie ebenfalls im Download Center.

Die Aufnahmevereinbarung ist in deutscher Sprache auszufüllen und kann zusätzlich in Englisch ergänzt werden.

Ausschließlich der Rektor ist befugt, Aufnahmevereinbarungen für die Universität zu unterzeichnen!  

Die Prüfung der für den Abschluss einer Aufnahmevereinbarung vorzulegenden Unterlagen sowie die Vorlage beim Rektor erfolgen durch das International Center.

Einzureichende Unterlagen

Folgende Unterlagen müssen Sie zur Prüfung vorab per E-Mail im International Center bei Frau Stellmann stellmann{at}uni-wuppertal.de einreichen:

  • Passkopie
  • Krankenversicherung
  • Nachweis über ausreichende finanzielle Mittel (wenn kein Arbeitsvertrag oder Stipendium vorliegt).
  • ggf. offizieller Stipendienbescheid (falls nicht auf Deutsch oder Englisch bitte übersetzen lassen)
  • Einladungsschreiben der Fakultät

Nachweis über ausreichende finanzielle Mittel

Die Erteilung des Visums wie auch des Aufenthaltstitels setzt insbesondere voraus, dass der Lebensunterhalt des/der Forscher*in gesichert ist.

Grundsätzlich ist der Abschluss einer Aufnahmevereinbarung auch möglich, wenn der Forscher weder über einen Arbeitsvertrag noch über ein Stipendium seinen Aufenthalt finanziert. In diesem Fall muss er nachweisen, dass er über ausreichende Eigenmitteln verfügt.

Der Nachweis über die Sicherung des Lebensunterhaltes erfolgt in diesem Fall i.d.R. über ein sogenanntes Sperrkonto. Ein Sperrkonto ist vergleichbar mit einem Sparbuch mit ausreichender Deckung und einem Sperrvermerk zugunsten der Ausländerbehörde.

Ab 01. Januar 2021 wird ca. 10.332,00 € pro Jahr/ ca. 5.166,00 € pro Halbjahr als Regelbedarf für Studierende angenommen, dann kann monatlich nicht mehr als ca. 861,00 € vom Konto abgehoben werden und dieser Vermerk kann nur mit Zustimmung der Ausländerbehörde gelöscht werden. Wie hoch der Betrag für Sie ist, richtet sich nach den Lebensunterhaltskosten vor Ort und kann somit höher liegen. Die Prüfung übernimmt i.d.R. die Ausländerbehörde.

Weitere Informationen zum Sperrkonto und eine Liste von Banken, die deutschlandweit Sperrkonten anbieten, finden Sie hier.

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Rechtliche Rahmenbedingungen für Einreise und Aufenthalt von ausländischen Studierenden sowie Wissenschaftler*innen.

Übersicht über mögliche Aufenthaltstitel für Wissenschaftler*innen aus Drittstaaten nach dem Aufenthaltsgesetz.

Kontakt

Bergische Universität Wuppertal

INTERNATIONAL CENTER
Abt. International Office
Gaußstr. 20
D-42119 Wuppertal

Für allgemeine Anfragen:
icenter[at]uni-wuppertal.de

Hae-Eun Cho
Telefonische Sprechstunde:
Di & Do: 10-12 Uhr
Tel +49 (0)202 439 5140
hacho[at]uni-wuppertal.de

Jana Stellmann
(nach Vereinbarung)
Tel +49 (0)202 439 5221
stellmann[at]uni-wuppertal.de

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